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Coverbild Zivilisierte Verachtung

Schriftenreihe (Bd. 1613)

Zivilisierte Verachtung

Eine Anleitung zur Verteidigung unserer Freiheit

Ohne Toleranz gegenüber Andersdenkenden keine Freiheit und kein Frieden. Aber wann ist der Punkt erreicht, an dem übersteigertes Tolerieren das freiheitliche Selbstverständnis westlicher Gesellschaften bedroht? Carlo Strenger plädiert für die Verteidigung unabdingbarer Werte, nicht erst dann, wenn sie in Gefahr sind.

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Inhalt

Das Selbstverständnis westlicher Gesellschaften wurzelt in der Aufklärung: Wahrheit, Gerechtigkeit, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und insbesondere der Schutz des Individuums vor ungerechtfertigten Eingriffen in seine Freiheit wurden als Grundprinzipien menschlichen Zusammenlebens identifiziert, denen uneingeschränkte Geltung zukomme. Heute aber sehen wir uns, so der Psychologe und Philosoph Carlo Strenger, der paradoxen Situation gegenüber, dass es aus einer übersteigerten politischen Korrektheit hinaus an ideellen Ressourcen zur Verteidigung dieser Errungenschaften fehle: Wo alles und jedes zu tolerieren sei, verblassten die Werte des Westens. Wo der ideologisch motivierte Kotau den intellektuellen Diskurs unterhöhle, bestehe die Gefahr, dass Autokraten, Extremisten und Fanatiker das Vakuum für ihre Ziele und Interessen missbrauchen. Carlo Strenger fordert einen mutigen Einsatz für eine freiheitliche Grundordnung unserer Gesellschaften und für universale Menschenrechte – nicht erst, wenn diese in ihrer Substanz bedroht sind.



Autor: Carlo Strenger, Seiten: 104, Erscheinungsdatum: 05.02.2016, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1613