bpb-Publikationen
Coverbild Die Lobby-Republik

Schriftenreihe (Bd. 1626)

Die Lobby-Republik

Netzwerke, Interessen, Einflussnahmen

Was ist dran am Bild der Lobbyisten als große Strippenzieher hinter den Kulissen? Sind das lediglich Vorteilssucher für Spezialinteressen? Oder haben sie in pluralistischen Gesellschaften vielleicht sogar eine wichtige Funktion? Wie transparent dürfen und können politische Entscheidungen sein? Hans-Martin Tillack geht diesen Fragen kritisch nach.

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Inhalt

Lobbyisten genießen nicht den besten Ruf. Viele Menschen verstehen das Agieren der Interessenvertreter aus Wirtschaft, Medien und Verbänden als plumpe Einflussnahme oder als Strippenziehen hinter den Kulissen. Die schwarzen Schafe im Lobbyismus dürften tatsächlich eine Herde bilden. Gleichwohl sind pluralistische Gesellschaften und parlamentarische Demokratien ohne Lobbyismus unrealistisch – geboten sind jedoch Regeln und Verfahrensweisen, wie das Einspeisen von Interessen in die politische Entscheidungsfindung abzulaufen hat und welche Methoden im Interesse einer transparenten, dem Gemeinwohl verpflichteten Politik tabu bleiben müssen. Hans-Martin Tillack beobachtet seit vielen Jahren Strategien und Taktiken von Lobbyisten in Deutschland, aber auch den raschen Wechsel ehemaliger Mandatsträger auf lukrative Positionen in der Wirtschaft. Er beleuchtet allzu enge, demokratiegefährdende Verquickungen zwischen Politik und Wirtschaft und mahnt im Interesse der demokratischen Kultur klare Verhaltensregeln für Lobbyisten an.



Autor: Hans-Martin Tillack, Seiten: 352, Erscheinungsdatum: 07.06.2016, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1626