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Coverbild Leni... muss fort

Filmheft

Leni... muss fort

Die tragische Geschichte um das Pflegekind Leni und seine Zieheltern, ein altes Bauernpaar, thematisiert auf unaufdringliche und berührende Weise das Scheitern der Einzelnen gegenüber dem Nationalsozialismus. Mit bildnerischen Anleihen aus dem Heimatfilmgenre dekonstruiert der Film die Formensprache der nationalsozialistischen Propaganda.

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Inhalt

Der alte Allgäuer Bauer Johan Aibele wird 1937 Vater wider Willen: Eine Nonne bringt das Neugeborene einer jüdischen Mutter auf seinem Hof unter. Im Lauf der Jahre wird Leni wie eine Tochter für ihre Pflegeeltern, bis der antisemitische Bürgermeister sie für nicht mehr tragbar erklärt. Das fünfjährige Mädchen wird zurück ins Kloster gebracht und deportiert. Johan Aibele zerbricht an dem Verlust und seiner eigenen Unfähigkeit, gegen das Unrecht anzugehen. Der radikale Anti-Heimatfilm erzählt vom persönlichen Scheitern aller Figuren gegenüber der unmenschlichen Logik der nationalsozialistischen Ideologie. Die naiven Bilder und die stille Dramatik der Geschichte sprechen die Gefühle der Zuschauer an und reflektieren die schwierige Suche nach einer Richtschnur moralischen Handelns in einer unmoralischen Gesellschaft.

Aus der Reihe "Kino gegen Gewalt“.



Autor: Herbert Heinzelmann, Seiten: 20, Erscheinungsdatum: Juni 2001, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 3222