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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 24/2018)
APuZ 24/2018 Krankheit und GesellschaftNeu: APuZ 24/2018 Krankheit und Gesellschaft

Krankheit und Gesellschaft

Ärzte haben seit jeher eine enorme Deutungsmacht über individuelles Verhalten und den soziokulturellen Umgang mit erkrankten Menschen, die trotz einer fortschreitenden Technologisierung des Gesundheitswesens andauert. Gleichzeitig wird Gesundheit zu einer vermeintlich vom Individuum zu erbringenden Leistung; gesellschaftliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren werden ausgeblendet.

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Inhalt

Seit jeher definieren Ärzte und Ärztinnen, was "normal" ist – was davon abweicht, wird behandelt. Solchen auch sozialen Zuschreibungen steht der Einzelne mitunter machtlos gegenüber. In diesem Kontext bietet die fortschreitende Technologisierung des Gesundheitswesens für Patienten und Patientinnen die Chance, dank der digitalen Aufzeichnung und Auswertung ihrer Daten mündiger und aufgeklärter den "Halbgöttern in Weiß" gegenübertreten zu können.

Gleichzeitig werden jedoch neue Fragen aufgeworfen, etwa im Hinblick auf Datensicherheit, und der Leistungsdruck für das Individuum wächst. Das führt dazu, dass gesellschaftliche, wirtschaftliche und Umweltfaktoren, deren Einfluss auf die Gesundheit ebenfalls hoch ist, zu oft ausgeblendet werden.



Herausgeber: bpb, Seiten: 48, Erscheinungsdatum: 08.06.2018, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 7824

 


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