bpb-Publikationen
Islam und islamische Welt

Aus Politik und Zeitgeschichte (B 48/2004)

Islam und islamische Welt

Reformen und Demokratisierung in der arabischen Welt müssen, wenn sie langfristig erfolgreich sein wollen, indigene Entwicklungen sein. Sie können nicht von außen eingeführt und schon gar nicht gewaltsam implementiert werden wie in Afghanistan oder im Irak.

   vergriffen

Inhalt

  • PDF-Icon PDF-Version (450 KB)

    Die arabische Welt befindet sich am Scheideweg zwischen Tradition und Moderne. Die Lage ist sowohl politisch als auch wirtschaftlich äußerst prekär. In keinem arabischen Land herrschen demokratische Verhältnisse, und ökonomisch ist die Situation nur noch in den Ländern des subsaharischen Afrikas desolater. Die Staaten der Region sind gegenüber den Ländern Südostasiens, Lateinamerikas und anderen Schwellenländern weit zurückgefallen.

    Die Herausforderungen der technologischen Revolution und der Globalisierung tun ein Übriges: Sie machen Reformen mehr als überfällig. Auf diesen deprimierenden Zustand haben die beiden Arab Human Development Reports aus den Jahren 2002 und 2003 hingewiesen. Die Ergebnisse sind für die arabischen Regierungen nicht schmeichelhaft. Externe Schuldzuweisungen wie westlicher Kolonialismus, Imperialismus oder Zionismus taugen nicht mehr, um vom eigenen Versagen abzulenken.



    Seiten: 40, Erscheinungsdatum: 22.11.2004, Erscheinungsort: Bonn

  •  

    Shop durchsuchen