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Idole - Kult

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 52/2008)

Idole - Kult

Der Papst, der Dalai Lama, Madonna, Elvis und Barack Obama sind Kultfiguren. Aber was macht eine Kultfigur aus und welche Rolle spielten Idole und Kult in unserer Gesellschaft? Sind Kult und Idole die populäre Religion von heute?

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    "Kult" steht für eine sehr breite Anerkennung der Qualität eines Objektes oder Subjektes des öffentlichen Lebens durch eine verehrende (Fan-)Gemeinschaft. Eine Kultfigur – ein Idol – ist meist eine charismatische Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Der Papst, der Dalai Lama, der amerikanische Präsident John F. Kennedy, die Prinzessin von Wales, die Pop-Ikone Madonna, der Rockstar Elvis Presley sind oder waren Kultfiguren; auch DJs oder Sportstars können diesen Status erlangen.

    Kultische Verehrung ruft die Massenmedien als Verstärker auf den Plan; es kommt zur Vermarktung des Idols oder Kultgegenstandes: Idole und Kult, Massenmedien und Kommerz gehören zusammen. Die verehrte Persönlichkeit wird entsprechend "bearbeitet", mit einem Nimbus versehen und so zum Kristallisationspunkt eines Mythos sowie zur Projektionsfläche der Identifikationsbedürfnisse der Massen. Das jüngste Beispiel dafür ist Barack Obama, der künftige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.



    Seiten: 40, Erscheinungsdatum: 22.12.2008, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 7852

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