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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 29-30/2008)

Sportpolitik und Olympia

Zweifellos wird China seine Chance als Gastgeber der Olympischen Spiele sportlich und ökonomisch nutzen. Ob die Spiele auch gesellschaftlich etwas bewirken, wird sich erst viel später zeigen.

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    Sport ist immer auch politisch. Das gilt insbesonders auch für den olympischen Sport. Bereits im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele ist hitzig darüber debattiert worden, ob das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Ausrichtung an die Volksrepublik China hätte vergeben dürfen - an ein Land, in dem die gesellschaftliche Öffnung der wirtschaftlichen weit hinterherhinkt. Für viele stehen die politischen Verhältnisse in China im starken Gegensatz zu den hehren olympischen Werten.

    Zwar wurden Boykotterwägungen schnell verworfen, dennoch wäre es falsch, der Frage nach der Vereinbarkeit der olympischen Idee mit den Zuständen im jeweiligen Ausrichterland von vornherein die Legitimität abzusprechen. Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass China seine Chance sportlich und ökonomisch nutzen wird. Ob es sie auch in gesellschaftlicher Hinsicht nutzen kann und will, wird sich erst lange nach den Spielen zeigen.



    Seiten: 0, Erscheinungsdatum: 14.07.2008, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 7829

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