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Ursachen und Folgen
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Ein Problem, viele Verursacher |
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| Christof Arens |
Die Verursacher des Klimawandels nach Staaten
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Umweltaktivisten veranschaulichen auf der UN-Klimakonferenz in Poznan 2008 die unterschiedliche Verteilung der Pro-Kopf-Emissionen. Foto: Wuppertal Institut
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Der Kohlendioxidausstoß des Menschen ist eine der Hauptursachen des Treibhauseffekts. Die Verweildauer von CO2 in der Atmosphäre beträgt etwa 100 Jahre, es wirkt also etwa 100 Jahre lang. Deshalb ist zur Beantwortung der Frage "Wer ist für den Klimawandel verantwortlich" ein Blick in die Geschichte notwendig: Betrachtet man die Gesamtmenge der Kohlendioxid-Emissionen zwischen 1900 und 1999, wird deutlich, dass die USA mit 30,3 Prozent und die Europäer mit 27,7 Prozent in diesem Zeitraum das meiste CO2 ausgestoßen haben (vgl. Abbildung 1 oben). Die nächst größere Gruppe von Emittenten umfasst das Gebiet der früheren Sowjetunion (13,7 Prozent), dann folgt eine Gruppe von Entwicklungsländern, bestehend aus China, Indien und den weiteren Entwicklungsländern Asiens mit 12,2 Prozent. Süd- und Mittelamerika, der mittlere Osten und Afrika spielen eine sehr untergeordnete Rolle. Insgesamt entfallen auf die Entwicklungsländer 21 Prozent, auf Europa und die USA dagegen mehr als die Hälfte, nämlich 58 Prozent der absoluten CO2-Emissionen.
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Abb. 1: Kumulierte energiebedingte CO2-Emissionen für verschiedene Zeiträume. Quelle: Wuppertal Institut nach Germanwatch 2008
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Heute hat sich dieses Bild gewandelt: Der Blick auf den Zeitraum 1992-2004 zeigt, dass zwar die USA und Europa zusammen weiterhin fast die Hälfte der energiebedingten CO2-Emissionen ausstoßen, siehe Abbildung 1 unten. Vor allem die Emissionen der so genannten Schwellenländer, allen voran China und Indien, haben deutlich zugenommen. Gerade hier sind in den vergangenen Jahrzehnten die Treibhausgasemissionen vor allem durch den steigenden Energiebedarf drastisch gestiegen. So entfielen allein auf China in im Zeitraum 1992-2004 13,6 Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen. Heute ist China nach Angaben der Internationalen Energieagentur dabei, die USA als weltgrößter Emittent von Treibhausgasen zu überholen. Auch Indien hat zugelegt, während die Emissionen Afrikas gleich bleibend niedrig sind. In ganz Afrika wurde 1997 so viel CO2 ausgestoßen wie in Deutschland oder Indien allein.
Ins Verhältnis gesetzt: Die Betrachtung der Pro-Kopf-Emissionen
Rückblickend auf die absoluten energiebedingten CO2-Emissionen haben also die Industrieländer den größten Anteil an der Klimaveränderung. Die Schwellenländer China und Indien, aber auch Brasilien, Südafrika, Mexiko und Südkorea sind dabei, auf- bzw. zu überholen.
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Zur Person |
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Christof Arens geb. 1972; Studium der Sozialwissenschaften und der Anglistik; derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe "Energie, Verkehrs- und Klimapolitik" am Wuppertal Institut. Seine Forschungsschwerpunkte: Instrumente der internationalen Klimapolitik sowie Evaluation von Klimaschutzmaßnahmen.
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 |  | Das Bild der Gesamtemissionen relativiert sich, wenn man den Blick von der Summe der ausgestoßenen Gase auf die Pro-Kopf-Emissionen der jeweiligen Staaten lenkt. Die Pro-Kopf-Emissionen drücken aus, wie viel jede einzelne Bürgerin und jeder Bürger eines Staates zur Erderwärmung beiträgt. Vergleicht man den Pro-Kopf-Ausstoß von Kohlendioxid, zeigen sich große Unterschiede im Vergleich zum Gesamtemissionsniveau der Staaten: Im Jahr 2005 stießen die Bewohner der Industrienationen pro Kopf durchschnittlich etwa elf Tonnen CO2 aus, in den Entwicklungs- und Schwellenländern dagegen durchschnittlich nur zwei.
Stellt man eine Rangfolge der Pro-Kopf-Emissionen auf, relativieren sich vor allem die Gesamtemissionen der bevölkerungsreichen Länder China und Indien deutlich. So findet sich bei dieser Betrachtung China erst auf Platz 88 wieder, Indien auf Platz 120. Und auch innerhalb dieser Länder ist es oft nur eine wohlhabende Minderheit, die durch ihren energieintensiven Lebensstil den Hauptteil der Emissionen verursacht.
Die Hauptemittenten sind die USA, Australien und Kanada, deren pro-Kopf-Verbrauch jeweils mit rund 20 t CO2 fast doppelt so hoch ist wie der der EU-Staaten. In Deutschland verursacht jede Bürgerin und jeder Bürger immerhin noch etwa 10 t CO2 pro Jahr. Hier spiegelt sich der enge Zusammenhang von Pro-Kopf-Emissionen und Einkommen deutlich wider: Höhere Einkommen führen häufig zu intensiveren Konsum und einer energieintensiveren Lebensweise. Manche sprechen in diesem Zusammenhang von "Luxusemissionen", die die reiche Weltbevölkerung auf Kosten der ärmeren Bevölkerung der Erde verursacht.
02. März 2009 |
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Kulturgeschichte des Klimas
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Blue Planet
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