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Innerstaatliche Konflikte

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T-Z

Terrorismus:
Die Androhung oder Anwendung von Gewalt durch staatliche oder substaatliche Akteure, die primär durch die Verbreitung von Furcht und Schrecken in der breiten Zivilbevölkerung oder in speziellen gesellschaftlichen Gruppen (z.B. Sicherheitskräfte, politische Opposition, ethnische und religiöse Minderheiten) als politisches Mittel auf die Erreichung politischer Ziele gerichtet ist.

Transitional Justice:
Gesamtheit von Handlungsansätzen, die auf individueller, gesellschaftlicher und politischer Ebene darauf gerichtet sind die Folgen von Gewalt und Leid nachhaltig auf der ideellen und strukturellen Ebene zu überwinden und ein friedliches gesellschaftliches Miteinander neu zu gestalten. Dazu gehören insbesondere die Strafverfolgung von Kriegsverbrechen durch internationale, nationale oder sog. "gemischte" Strafkammern, die Reform staatlicher Institutionen, insbesondere des Justiz- und Sicherheitssektors, die Reparationen für Opfer von Gewalt, die Amtsenthebung von Funktionsträgern oder "Durchleuchten" bei Neueinstellungen sowie Wahrheitskommissionen, die Dokumentation- und Erinnerungsarbeit, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

Trauma:
In der Folge massiver Gewaltanwendung bzw. -erfahrung erlittene dauerhafte und tiefgreifende Verletzung der mentalen und psychischen Integrität der Opfer. Eine traumatische Erfahrung schafft bei vielen Betroffenen ein starkes Gefühl der Furcht und Hilflosigkeit (Post Traumatic Stress Disorder – PTSD), das bei wiederholter Gewalterfahrung immer wieder aktualisiert und verstärkt werden kann.

Trauma-Arbeit (bzw. -bearbeitung):
Für den Beginn des Heilungsprozesses nach einer psychischen Traumatisierung sind wesentliche äußere Faktoren eine wichtige Voraussetzung: Die Wiedergewinnung von Sicherheit im eigenen Lebenskontext und die Erfahrung, wieder die Kontrolle über das eigene Leben zu haben, also nicht mehr der Willkür anderer ausgesetzt zu sein, spielen eine große Rolle für den Schritt, die traumatische Erfahrung in die persönliche Lebensgeschichte zu integrieren und das erlittene Unrecht zu verarbeiten. Für Menschen, die durch absichtliche Gewalteinwirkung traumatisiert wurden, sind der wertschätzende Umgang und solidarische Unterstützung lebenswichtig. Viele müssen erst wieder ein positives Selbstwertgefühl entwickeln und lernen, sich anderen Menschen mit ihren verletzten Seiten anzuvertrauen. Das geschehene Unrecht muss anerkannt und möglichst geahndet werden. Eine angemessene und verantwortliche therapeutische Begleitung kann den Prozess der psychischen Stabilisierung anstoßen und fördern. Die Verarbeitung von traumatischen Erfahrungen setzt Akzeptanz des sozialen Umfeldes voraus. Das ist ein erster Schritt, Scham und Furcht zu überwinden und die schweren Erfahrungen anzunehmen.

Verhandlung:
Eine Verhandlung ist ein überwiegend verbaler Austausch zwischen zwei oder mehreren Parteien über einen meist umstrittenen Gegenstand zum Zweck der Erreichung einer Verständigung, eines Ausgleichs oder einer Regelung. Die Problemlösung wird meist durch gegenseitige Beiträge und Zugeständnisse der Parteien erreicht. Idealerweise wird auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens eine gemeinsame Lösung angestrebt. Während der Verhandlungen kann es aber auch zu krisenhaften und konfrontativen Phasen kommen. Der Verhandlungsbegriff findet seine Grenzen im Übergang zur gewaltsamen Eskalation der Auseinandersetzungen zwischen den Parteien (Krieg bzw. Wirtschaftskrieg).

Versöhnung:
Prozess der aktiven Wiedergutmachung von Gewaltakteuren verschuldeter Schäden und Verletzungen durch die Wiederherstellung und Heilung der verletzten/zerstörten sozialen Beziehungen zwischen den Täter- und Opfergruppen im Besonderen und den am Konflikt beteiligten Gruppen bzw. Gemeinschaften im Allgemeinen. Wenn direkte Wiedergutmachung nicht möglich ist, wird die Schuld durch Strafe gesühnt und damit abgetragen. Dadurch erlebt die vom Unrecht betroffenen Personen Genugtuung. Sühne kann auch von den Tätern ausgehen, indem sie sich durch Sonderleistungen oder Verzichte selbst bestrafen und/oder gegenüber den Opfern um Vergebung bitten.

Warlords:
für "neue Kriege" charakteristische Figur des Kriegsfürsten bzw. Gewaltunternehmers, der sich militärisch als lokaler Herrscher etabliert, um daraus hauptsächlich ökonomischen Vorteil zu ziehen.


 
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