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Das Radio-Guidebook
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Pressekodex für das Radio
Nicht alles, was erlaubt ist, ist richtig. Und vieles, was nicht erlaubt ist, wird trotzdem gemacht. Im Radio, einem der reichweitenstärksten Medien überhaupt, wird nicht selten die Glaubwürdigkeit leichtfertig aufs Spiel gesetzt.
Es sind weniger große, spektakuläre (Einzel-)Fälle, die dem Ansehen des Mediums schaden. Oft gehört es zur - wie selbstverständlich - gepflegten Alltagspraxis, dem Hörer Dinge vorzutäuschen, die so nicht stattfinden. Beispiel: Ist "live" nicht oft nur noch die bloße Aussendung zuvor fixierter Programmbestandteile?
Im Radio ist mehr Reflexion gefragt. Redakteure und Moderatoren sollten wieder stärker als bisher darüber nachdenken, was sie tun, warum und zu welchem Zweck. Zentrales Kritierium muss dabei immer die Authentizität des Produktes sein: Ist das, was der Hörer hört, auch das, wofür er es hält?
Auch Radiomitarbeiter brauchen einheitliche ethische Standards für ihre Arbeit, "Leitplanken" dafür, was geht und was nicht. Ähnlich dem Pressekodex für die gedruckte Presse. Er ist die meistzitierte Quelle medienethischer Standards in Deutschland.
Der Pressekodex ist aber ein Verhaltenskodex ausdrücklich für Journalisten in Print-Redaktionen. Radio und seine speziellen Produktionsbedingungen bildet er nicht ab. Was fehlt, ist ein Radiokodex, der die Regeln des Pressekodex in die Radiopraxis fortschreibt.
Das Projektteam Hörfunk der Bundeszentrale für politische Bildung hat einen solchen Kodex erarbeitet, das "Radio-Guidebook". Es wird auf den folgenden Seiten dokumentiert.
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 Ethischer Standard fürs Radio

Ein systematisches Regelwerk ethischer Standards für das Radio gab es im deutschen Sprachraum bisher nicht. Das Radio-Guidebook, erstellt vom Projektteam Hörfunk der bpb unter Federführung von Norbert Linke, will diese Lücke füllen. Seine „Guidelines“ und Normen sind offen für Debatte und Veränderung.
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 Das Radio-Guidebook

Das Projektteam Hörfunk der bpb hat ein Radio-Guidebook entwickelt. Es gliedert sich in fünf "Guidelines", die im zweiten Schritt auf Einzelnormen herunter gebrochen werden. Im Folgenden sind die Radio-Guidelines dokumentiert und auch als PDF-Dokument abrufbar.
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 Hintergrundinfos zur Medienethik

Die Editorial Guidelines der BBC haben längst legendären Status in der Debatte um ethische Standards der Radioarbeit. Hierzulande werden sie regelmäßig als Vorbild für Initiativen ähnlicher Art herangezogen. Hier finden Sie eine Linkliste zum Thema Ethik und selbst erstellten Normen.
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 Der Hörer will Spaß

Axel Buchholz ist den meisten Journalisten bekannt als Mit-Herausgeber des Standardwerkes "Radio-Journalismus". Ethische Fehltritte in den Medien findet er nicht nur im Radio. Eine Initiative zur Stärkung der Glaubwürdigkeit im Radio begrüßt der Medienprofessor sehr.
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Fallsammlung radioethischer Zweifelsfälle
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 Ethik in der Radiopraxis

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| Zweifelsfälle erwachsen aus dem Konflikt unterschiedlicher Interessen oder verschiedener ethischer oder auch handwerklicher Normen.
Dabei tauchen radioethische Zweifelsfälle überwiegend nicht in außergewöhnlichen Situationen wie der "11. September" auf, sondern vielfach "im Kleinen", im redaktionellen Alltag. Das zeigt die folgende, als Anregung gedachte Fallsammlung. |
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