Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index


Themen
Medien
Hörfunker
Home
Journalismus im Radio
Morgens im Radio
Das Local-Web
Facebook für Radiosender
Start von DAB+
Was wir bei Antenne Düsseldorf über Facebook und Twitter gelernt haben
Radio-Personalities
„Radio machen“: Erste Schritte, leicht erklärt
Mobiler Journalismus
Volontariat - was dann?
HNA macht Webradio
Lasst uns über Politik reden
Social Media und die Weltpolitik
Radiokodex
Radiothemen-
archiv
Dokumentationen
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Lernen
ZMI Universität Giessen Arte netzeitung.de Arte ZMI Universität Giessen taz Kulturstiftung des Bundes Berliner Konferenz Universität Duisburg-Essen Köln International School of Design
Suche
Dossier bpb.de


Das Internet als Chance

Radio und Internet - ein "Dreamteam"


von Inge Seibel-Müller

Führende Radiomanager sind überzeugt, dass nach UKW das Internet der meist verbreitete Übertragungsweg des Radios der Zukunft sein wird. Hier hat sich im vergangenen Jahr einiges getan.

Die bevorstehende Digitalisierung, neue Konkurrenten im Internet, boomende Webradios – all das scheint die Hörfunkbranche regelrecht zu lähmen. Auf den Münchener Medientagen 2008 wünschte sich manch Radiomanager einen Routenplaner, der ihm den Königsweg in die Zukunft zeigt.

Foto Internetradio
W-Lan-Empfangsgeräte für Internetradios sind preiswert und in vielen Varianten zu haben.
Spätestens 2015 soll die analoge Hörfunkübertragung im UKW-Frequenzbereich zugunsten eines digitalen Übertragungssystems abgeschaltet werden; das streben jedenfalls Bundesregierung und EU-Kommission an. An den Termin mag allerdings in der Radiobranche kaum noch jemand glauben. Das hat nicht zuletzt technische Gründe: Digital Audio Broadcasting (DAB) oder Digital Radio Mondiale (DRM), Digital Multimedia Broadcasting (DMB), DAB+ oder DVB-H - die Liste möglicher digitaler Übertragungswege und -techniken für den Hörfunk der Zukunft ist verwirrend und lang. Bislang mangelt es an einem allgemein verbindlichen technischen Standard. Für 2009 ist trotzdem der bundesweite Start des Digitalradios mit einem "Big-Bang" geplant. Was allerdings noch fehlt, sind konkrete Konzepte und überzeugende Geschäftsmodelle.

Auch der Geräteindustrie bereitet die endlose Diskussion um die unterschiedlichen technischen Standards Probleme. Bisher liegen DAB-fähige Radios wie Blei in den Verkaufsregalen, weil die Kunden den Nutzen der Geräte nicht sehen und Verkäufer kaum in der Lage sind, qualifizierte Informationen zu vermitteln. Welche auch, wenn es die Radioprofis selbst kaum können?

Hans-Dieter Hillmoth
Grossansicht des Bildes
Hans-Dieter Hillmoth, Senderchef von HITRADIO FFH, hofft auf eine richtungsweisende Entscheidung in Sachen Digitalradio im Jahr 2009. Foto: FFH
Wenig optimistisch in Sachen Digitalisierung zeigt sich Hans-Dieter Hillmoth, Geschäftsführer der Radio/Tele FFH und Vizepräsident des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT): "Ich glaube nicht, dass im Jahr 2009 etwas läuft, hoffe aber, dass es endlich eine klare Entscheidung für oder gegen das Digitalradio gibt." Hillmoth ist davon überzeugt, dass nach UKW das Internet der meist verbreitete Übertragungsweg des Radios der Zukunft sein wird. Hier hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Als zusätzliche Verbreitungsplattform gewinnt das Internet vor allem für jugendlich ausgerichtete Radioprogramme immer mehr an Bedeutung.

Noch bereitet den Radioveranstaltern der hohe finanzielle Aufwand für das Streaming ihrer Programme einiges Kopfzerbrechen. Medienforscher gehen allerdings davon aus, dass sich das bald ändern wird. Auf den Münchener Medientagen prognostizierte Professor Klaus Goldhammer, Geschäftsführer der Goldmedia GmbH, weiter sinkende Kosten für Breitband-Flatrates und rapide sinkende Streamingkosten.

Radiozentrale mit Kuckuck
Grossansicht des Bildes
Die Radiozentrale mit Geschschäftsführer Lutz Kuckuck versteht sich als Botschafterin für den Werbeträger Radio im deutschsprachigen Radiomarkt. Foto: Radiozentrale
"Die positive Entwicklung von Online ist keine Bedrohung für das Radio, sondern eher eine Chance", sagt Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale Berlin. Kuckucks Unternehmen wurde im Frühjahr 2005 als gemeinsame Plattform führender Privatradio-Unternehmen und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit dem Ziel gegründet, dem Werbeträger Radio höhere Umsätze zu verschaffen. Es soll die Bedeutung des Hörfunks im Wettbewerb mit Fernsehen, Print und Online im Media-Mix stärken.

Nach anfänglicher Skepsis sehen neuerdings immer mehr Radiomacher in der Kombination aus Radio und Internet ein "Dreamteam", das sich gegenseitig nicht kannibalisiert. "Das Internet selbst ist schließlich kein Medium, sondern lediglich eine Plattform, auf der Audio ebenso wie Print und TV abgerufen werden kann", meint Lutz Kuckuck.


 
Druck-Version
Artikel versenden
Redaktion
Spezial Digitalisierung

Übersicht

Digital ist die Zukunft: Interview mit FFH-Chef Hans-Dieter Hillmoth

Sputnik: Das "Versuchslabor" des MDR

Der Weg in eine neue Dimension des Radios

Radio wird zum Soundtrack der Website

Lokalradios und die Digitalisierung

Radio ist besser als sein Ruf

Radio und Internet als "Dreamteam"


Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home