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Ausgezeichnet
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Erster Platz für Campusfunk |

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"bonncampus 96,8" gewinnt den bpb-W(ahl)-Award-09
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| 28.01.2010. (is) - Die weiteren Preisträger in der Kategorie Hörfunk sind Kristof Kien und Sebastian Müller von SWR3, Thomas Klee von hr1 und Ulrich Höhmann und Stefan Sprang von hr-iNFO.
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| Die Sieger des W(ahl)-Award-09. Foto: Hans Blossey |
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 |  | Und so urteilte die Jury
1. Preis für Tanja Schmidt und das Team vom Bonner Uniradio "bonncampus 96,8"
Mit ihrem "Wahlzeit-Spezial" haben die Bonner Uni-Radiomacher zwei Sendeblöcke voll mit Lockrufen in die Wahlkabine gesendet. Quasi als "Last-Minute-Wahlaktion" gingen sie am Morgen und am Nachmittag des 27. September 2009 auf Sendung. Die Uni-Wahl-Werber präsentierten dabei einen Mix aus Wahl-News und Comedy mit einer beeindruckenden Bandbreite. Sie berichten vom jungen Abdul, der per Fingerabdruck seine Stimme in Afghanistan abgibt - obwohl Anschläge drohen. Und sie interviewten eine chinesische Doktorandin an der Uni Bonn zur Wahl in China. bonncampus blickte technisch nach vorn und präsentierte den Wahlstift. Das Uni-Radio startete eine Umfrage zu "uneinlösbaren Wahlversprechen", rückte den Online-Wahlkampf in den Fokus, ließ Zeitzeugen über die erste Bundestagswahl 1949 sprechen und sah sich auch hinter den Wahlkulissen um. Die Jury meint: "Wahlmotivation pur. Ein prima Themen-Mix. Informativ, pfiffig, originell."
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| Das Gewinnerteam von bonncampus 96,8. Foto: Hans Blossey |
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 |  | 2. Preis für Kristof Kien und Sebastian Müller von SWR3
Die Parteien sportlich: Mit seinem "Polikick" ist es dem Südwestrundfunk gelungen, die Bundespolitik in der Fußballarena zu inszenieren - und das mit enorm hohem Unterhaltungswert. In einer siebenteiligen Serie präsentierte der Sender Parteien als Fußball-Teams, jede Folge eine Mannschaft: CDU, CSU, FDP, SPD, Bündnis '90/Die Grünen, Die Linke und die Piratenpartei. Die CDU, zum Beispiel, bekam als Trikotfarbe ein konservatives, aber nicht unparteiisches Schiedsrichter-Schwarz
verpasst. Angela Merkel agierte als "Spielmacherin", an ihrer Seite "Innen-Verteidiger" Wolfgang Schäuble. SWR3 hat dabei tief ins Schallarchiv gegriffen: Von jedem "Spieler" gab es passende Zitate, ein bunter O-Ton-Mix machte dieses Polit-Spiel zum wahlmotivierenden Hörgenuss. "Polikick" verriet Taktiken, beleuchtete Stärken und Schwächen der Parteien. So wusste spätestens bei der
Präsentation der Durchschnittsfans jeder Hörer, welcher "Polit-FC" der für ihn passende war. Die Jury würdigt das außergewöhnliche Konzept und meint: "Mal was ganz Neues. Eine originelle Idee - pfiffig umgesetzt. Ein 'Hinhörer'.
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| Kristof Kien und Sebastian Müller von SWR 3. Foto: Hans Blossey |
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 |  | 3. Preis für Thomas Klee von hr1
Der Hessische Rundfunk hat eine Art "Dr. Sommer der Politik" über den Sender geschickt: Der Wahl-Experte Thomas Klee hat konkrete Hörerfragen recherchiert und live on Air beantwortet - hörernah und meinungsfreudig. "Klartext mit Klee" machte Politik transparent, klopfte Wahlaussagen der Parteien ab, und erklärte in einem Wahl-ABC das Wichtigste von A wie Ausweis im Wahllokal bis Z
wie Zweitstimme. Ich habe mich bei der Briefwahl verwählt; kann ich meine Stimme noch zurückholen? Was will die Piratenpartei? Wie viele Bayern müssen die CSU wählen, um bundesweit die 5-Prozent-Hürde zu knacken? - Über 100 Fragen per Mail und 1a-Antworten im Radio. Die Jury meint: "Mr. Wahl-Know-how liefert harte Fakten zu komplizierten Wahlthemen - hoch informative Sendeminuten mit äußerst interessanten (Seiten-)Aspekten zur Bundestagswahl."
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| Thomas Klee und HR 1 Programmchef Andreas Weber. Foto: Hans Blossey |
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 |  | 4. Preis für Ulrich Höhmann und Stefan Sprang von hr-iNFO
Die zwei Autoren vom Hessischen Rundfunk haben - mit einem Augenzwinkern - einen automatisierten Wahl-Helfer geschaffen. Es entstanden pfiffige Frage- und Antwortspiele zwischen "Otto Normalwähler" und dem kompetenten Fräulein vom Wahl-Automaten. Diese ließ alle Fragen durch den Filter verschiedener Parteiprogramme laufen. Fragen, Antworten, Rückfragen, Missverständnisse - am Ende gab es immer ein skurril-witziges Fazit. Die Jury meint: "Parteien und ihre Wahlthemen - mit soviel Ironie präsentiert, dass man die Ohren
spitzt."
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| Ulrich Höhmann und Stefan Sprang von hr-iNFO. Foto: is |
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 |  | Mit Teamwork zum Sieg
"Es war für uns eine unglaubliche Überraschung ", freut sich eine überglückliche Tanja Schmidt, die es kaum fassen kann, dass sie und ihr Team vom Bonner Uniradio "bonncampus 96,8" den bpb-Journalistenpreis zur Wahlberichterstattung 2009 gewonnen haben. "Ich hatte, ganz ehrlich, einfach nicht damit gerechnet, weil ich genau wusste, dass die Konkurrenz extrem groß und vor allem erstklassig war. Umso größer ist jetzt natürlich die Freude, dass es geklappt hat." Der mit insgesamt 11.500 Euro dotierte Journalistenpreis der bpb für Print- und Hörfunkredakteure zur originellsten Wahlberichterstattung vor der ersten Hochrechnung wird bereits zum dritten Mal vergeben. Gefragt war eine gelungene Mischung aus Information, Spannung und Originalität. "Vor allem aber kam es darauf an, dass die Arbeiten wahlmotivierend waren", sagt Thomas Krüger, Präsident der bpb.
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| bpb-Hörfunkpreisjury v.li.: Berthold L. Flöper, bpb; Uwe Haring, Oldenburgische Volkszeitung; Ina Tenz, radio ffn; Wolfgang Grossmann, SWR1; Andreas Heine, Radio MK; Michael Thamm, WDR; Norbert Linke, FFH Academy; Florian Schwinn, HR; Inge Seibel-Müller; Prof. Axel Buchholz. |
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 |  | "Beim Uniradio sprechen wir ja auch eine ganz wichtige Zielgruppe an, nämlich die Jungwähler", begründet Preisträgerin Tanja Schmidt die ausführliche Berichterstattung im Vorfeld zur Bundestagswahl. Die 27-jährige Studentin der Literatur und Kultur Nordamerikas arbeitet seit drei Jahren beim Bonner Uni-Radio und war im Herbst 2009 nicht nur Chefredakteurin Nachrichten, sondern auch Teamleiterin der "Wahlzeit-Spezial"-Sendungen bei bonncampus 96,8.
Gemeinsam mit ihrem Redaktionsteam hat sie ein Konzept für die Wahlberichterstattung erarbeitet. Unparteiisch sollte es sein, gleichzeitig aber informativ, unterhaltsam und vor allem wahlmotivierend. "An Themen hat es uns eigentlich nie gemangelt", versichert Tanja Schmidt.
"Wir hatten Umfragen zu den unterschiedlichsten Themen, wie zum Beispiel 'Welche Wahlversprechen hältst du für uneinlösbar?', 'Wer von den Promis hat deiner Meinung nach das Zeug zum Bundeskanzler?' oder ganz allgemein 'Was stört dich am Wahlkampf?'."
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Interviews waren ein weiterer wichtiger Bestandteil des Programms, so berichteten ausländische Studierende über die Wahlen in ihren Heimatländern. Verschiedene Wahlaufrufe, teils lustig, teils ernst, rundeten das Programm ab. "Damit wollten wir vor allem die Leute draußen dazu motivieren, wählen zu gehen. Und am Wahlsonntag selbst, da gab es dann noch neben den beiden Wahlzeit-Sendungen ein Mixtape-Spezial: eine Stunde voll gepackt mit den besten politischen Songs und ihren Hintergründen", so Tanja Schmidt.
Die Wahlsendungen am 27. September durfte Tanja Schmidt selbst moderieren. Befragt zu ihren persönlichen Highlights, muss sie nicht lange überlegen: "Das war zum einen das Interview mit einem Zeitzeugen der ersten Bundestagswahl. Mein Interviewgast war Jahrgang 1915 und ich fand es einfach unglaublich faszinierend mit ihm über die ersten Bundestagswahlen 1949 zu sprechen. Die persönlichen Einblicke, die er liefern konnte, kann mir kein noch so gutes Geschichtsbuch ersetzen! Ein weiteres Highlight war mein Interview mit einer chinesischen Doktorandin über die Basiswahlen in China. Es gab einem einfach die Möglichkeit, einen, wenn auch nur kurzen Einblick in eine ganz andere Kultur zu werfen." |
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1. Preis für Tanja Schmidt und das Team vom Bonner Uniradio "bonncampus 96,8"
Mit ihrem "Wahlzeit-Spezial" haben die Bonner Uni-Radiomacher zwei Sendeblöcke voll mit Lockrufen in die Wahlkabine gesendet. Quasi als "Last-Minute-Wahlaktion" gingen sie am Morgen und am Nachmittag des 27. September 2009 auf Sendung. Die Uni-Wahl-Werber präsentierten dabei einen Mix aus Wahl-News und Comedy mit einer beeindruckenden Bandbreite. |
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3. Preis für Thomas Klee von hr1
"Klartext mit Klee" machte Politik transparent, klopfte Wahlaussagen der Parteien ab, und erklärte in einem Wahl-ABC das Wichtigste von A wie Ausweis im Wahllokal bis Z wie Zweitstimme. |
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4. Preis für Ulrich Höhmann und Stefan Sprang von hr-iNFO
Die zwei Autoren vom Hessischen Rundfunk haben - mit einem Augenzwinkern - einen automatisierten Wahl-Helfer geschaffen. Es entstanden pfiffige Frage- und Antwortspiele zwischen "Otto Normalwähler" und dem kompetenten Fräulein vom Wahl-Automaten. |
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Nachwuchsschmiede Campusradio
Es gibt derzeit rund 50 Hochschul-Radios, die sich in Deutschland an Studierende und weitere Uni-Interessierte wenden. On-air und auch im Web. Rund die Hälfte sendet auf einer eigenen UKW-Frequenz rund um die Uhr. Besonders in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen ist das Angebot gut ausgebaut. |
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