Ihre Bedeutung für Afrika und die afrikanische Diaspora
Judy Gummich
Als symbolische Anerkennung und in Würdigung des Kampfes der Südafrikanerinnen und Südafrikaner um die – zumindest offizielle – Abschaffung der Apartheid wurde die "Weltkonferenz gegen Rassismus, rassistische Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz" vom 31. August bis 7. September 2001 in Durban, Südafrika abgehalten. Die beiden Weltkonferenzen von 1973 und 1982 in Genf hatten ausschließlich Apartheid zum Thema. Andere rassistische (staatliche) Praxen wurden nicht beleuchtet. Des Weiteren war die NGO-Beteiligung auf ein Minimum beschränkt.[1]
Zur Person
Judy Gummich ist Mitglied des Koordinierungskreises der AG Durban Follow-up, die vom "Forum gegen Rassismus" eingerichtet wurde und arbeitet als Bundesreferentin für nationale Belange beim "KOK – Bundesweiter Koordinierungkreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationskreis e.V."
Diese dritte Weltkonferenz gegen Rassismus brachte im Vergleich zu den beiden vorangegangenen
einen Perspektivenwechsel zu den Opfern von Rassismus
eine Erweiterung des Themenspektrums, in dem andere, heutige Formen von Rassismus ins Blickfeld gerückt wurden [2]
und eine stärkere Einbindung von Nichtregierungsorganisationen.
Themenkomplexe
Unter dem Slogan "United to combat Racism. Equality. Justice and Dignitiy for all" einigte sich die Generalversammlung der Vereinten Nationen auf fünf Themenkomplexe. Diese waren kurzgefasst:
Quellen, Ursachen, Formen und gegenwärtige Manifestation von Rassismus
Opfer von Rassismus
Maßnahmen zur Prävention
Maßnahmen zur Wiedergutmachung und Kompensation
Strategien zur Verwirklichung von Gleichberechtigung [3]