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Gehirn: Aus Spielen lernen

Spielend schlauer

Computerspiele fordern und fördern die Fähigkeit Probleme zu lösen
Nadia Kraam-Aulenbach
Inhalt
Einleitung
Problemaufriss: Denken in virtuellen Welten
Vorbereitende Untersuchungen
Das Forschungsprojekt
Statistische Ergebnisse
Ergebnisse der Befragung
Defizite der Probanden während des Computerspielens
Problemlösungsprozesse am Beispiel "Age of Empires"
Die Ergebnisse aus Sicht der kognitiven Psychologie
Fazit der Forschung
Pädagogische Relevanz
Einleitung

Die Entwicklung der Computerspiele ist in den letzten 20 Jahren so rasant gestiegen, dass nahezu jeder Bereich problemlösenden Denkens von ihnen berührt wird. Im Gegensatz zu den eher einfachen experimentellen Versuchsanordnungen der kognitiven Psychologie handelt es sich bei Computerspielen um komplexe denkerische Herausforderungen, die einer systematischen Erforschung besondere Schwierigkeiten bereiten. Dieser Umstand hat es umso notwendiger gemacht, die Forschungslücke durch eine umfassende Untersuchung zu schließen und durch relevante Forschungsergebnisse Impulse für eine neue Sichtweise im Bereich der Computerspiele zu vermitteln.

Im Rahmen einer empirischen Untersuchung mit 117 Computerspielern haben wir eruiert, wie sich Computerspiele verschiedener Genres in ihren denkerischen Anforderungsprofilen unterscheiden, wie Problemlösungsprozesse in Computerspielen generell ablaufen und welchen Einfluss Vorerfahrungen mit Computerspielen auf den Problemlösungsprozess haben.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass Computerspiele differenzierte kognitive Anforderungen an den Spieler stellen. Neben sensumotorischen Fähigkeiten verlangen sie analytisch-operatives sowie taktisches und strategisches Denken. Empirische Belege verdeutlichen, dass der Spieler durch Perturbationen (Störungen), die den Spielprozess blockieren, dazu angeregt wird, flexibler und schneller in der Modifizierung und Neubildung seiner Wahrnehmungs- und Handlungsschemata zu werden.


06. Dezember 2005

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