Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index


Themen
Gesellschaft
Klimawandel
Klimasystem
Ursachen und Folgen
Klimapolitik
Maßnahmen
Energieeffizienz
CO2-Speicherung
Bioenergie
Kommunaler Klimaschutz
Bauen und Wohnen
Verkehr
Ökologisches Bewusstsein
Der Mensch als Klimaschützer
Beispiel Namibia
Solar & Spar
Bildergalerien
Ausstellung
Weitere bpb-Angebote
Quiz
Glossar
Slideshow
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Lernen
ZMI Universität Giessen Arte netzeitung.de Arte ZMI Universität Giessen taz Kulturstiftung des Bundes Berliner Konferenz Universität Duisburg-Essen Köln International School of Design
Suche
Dossier bpb.de

Maßnahmen

Was können wir tun?


 1 / 2 
weiter
Klimaschutzmaßnahmen für Verbraucher
Ina Schaefer
Einführung
Lampe
Grossansicht des Bildes
Mit einfachen Mitteln z.B. einer Energiesparbirne kann jeder zum Klimaschutz beitragen. Foto: theelectriclowrider, photocase.com
Das Thema Klimawandel ist in der Öffentlichkeit angekommen. Die Medien berichten sowohl über politische Aktivitäten zur Treibhausgas- reduzierung als auch darüber, welche Rolle die Verbraucher spielen und welche Auswirkungen sie auf die Klimaerwärmung haben. Laut Erhebungen des Umweltbundesamtes lag 2004 der Anteil der CO2-Emissionen aus privaten Haushalten an den CO2-Emissionen bei knapp 23 Prozent; das waren rund 200 Millionen Tonnen. Wie kommt dieser beachtliche Anteil zustande?

Bei den Haushalten spielt der Energieverbrauch eine entscheidende Rolle. Am gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland hatten die Haushalte 2005 einen Anteil von 29 Prozent. Dieser Energieverbrauch setzt sich zusammen u.a. aus: Energie für Wärme, zum Kühlen und Waschen, für die Beleuchtung und für alle elektrischen Haushaltsgeräte. Der Anteil der Haushalte wird sich auf Grund weiterer Entwicklungen noch erhöhen. Die Wohnfläche pro Person sowie die Anzahl der Singlehaushalte steigt in Deutschland, daraus resultiert ein höherer Energiebedarf. Gleichzeitig nimmt die Zahl an Haushalts- und Elektrogeräten zu. So gehören heute DVD-Player, Computer, Geschirrspülmaschinen schon fast zur Grundausstattung eines durchschnittlichen Haushalts. Besonders problematisch ist, dass viele Elektrogeräte nicht mehr vom Stromnetz getrennt werden, sondern über die Stand-by-Funktion weiter laufen. Auch die Mobilität nimmt zu: Immer mehr Haushalte besitzen ein Auto, weitere Wege werden zurückgelegt, und das Auto wird häufiger genutzt.

Zur Person
Ina Schaefer
geb. 1977, Studium der Geografie, Wissenschaftliche Assistenzkraft der Forschungsgruppe Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie.; Forschungsschwerpunkte: Strategien für nachhaltige Entwicklung, nachhaltige Lebensstile, Bildung für Nachhaltigkeit.

Jeder einzelne Haushalte verbraucht viele Ressourcen und Energie und trägt dadurch zum Treibhauseffekt bei. Jedoch können Haushalte auf der anderen Seite entscheidend ihre CO2-Bilanz beeinflussen und zu einer Reduzierung der Emissionen beitragen. Das bedeutet keinesfalls, dass sich der Lebensstandard verschlechtert und weitere Einbußen in Kauf genommen werden müssen. Einsparungen können zum Großteil über verhaltensbedingte und organisatorische Maßnahmen bewirkt werden. Nach Berechnungen können die derzeitigen knapp zehn Tonnen CO2-Emissionen, die pro Person und Jahr in Deutschland in die Atmosphäre abgegeben werden (im Vergleich: EU-25 ca. acht, USA knapp 20 Tonnen nach der OECD 2003), mit einem effizienten Lebensstil auf fünf Tonnen vermindert werden.

Die Frage, die sich Verbraucher bei diesen Zahlen oft stellen: Was kann der Einzelne tun? Welche Maßnahmen im Alltag in den Haushalten tragen zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei? Die wichtigsten Bereiche im Haushalt, in denen sich CO2 sparen lässt, sind: Ernährung, Bauen, Wohnen und Mobilität.

So viel kosten Leerlaufverluste
  in kWh/Jahr1 in Euro/Jahr2
Röhren-TV neu 7 1,26
Röhren-TV alt 40 7,20
Set-Top-Box 40 7,20
Video/DVD-Rekorder (neu) 40 7,20
Video (alt)3 125 22,50
3 Radios 34 6,12
Hifi-Anlage 67 12,6
PC mit Monitor und Drucker 134 24,12
DSL-Router mit WLAN4 80 14,40
2 Handy-Ladegeräte 31 5,58
Telefon schnurlos (Ladeschale) 16 2,88
Anrufbeantworter 24 4,32
Fax-Gerät5 34 6,12
Elektrische Zahnbürste 32 5,76
Kaffee-Espresso-Automat6 310 55,80
Waschmaschine 44 7,92
Boiler (Untertischgerät) 120 21,60
Gesamt 1.178 212,04

1)Bei 20-24 Std. Stand-by pro Tag an 365 Tagen, Daten: Deutsche Energieagentur (dena), Stiftung Warentest;
2) Bei einem Strompreis von 20 Cent/kWh
3) Normalverbrauch angegeben, da normalerweise in Betrieb, solange nicht abgeschaltet wird
4) Daten: uba;
5) Daten: No-Energy,
6) Inklusive Warmhaltefunktion.
Quelle: Öko-Institut 2007


Diese Verhaltensänderungen wirken sich günstig auf den Klimaschutz aus:

Ernährung

Die Lebensmittelproduktion und unser Ernährungsverhalten tragen aus verschiedenen Gründen zum Anstieg der Treibhausgase bei. Für die Herstellung, den Transport und die Lagerung von Lebensmitteln wird viel Energie verwendet; je ferner das Herkunftsland desto höher ist automatisch die Energieaufwendung. Für die landwirtschaftliche Produktion werden Wälder gerodet und Düngemittel verwendet. Das bedeutet zum einen, dass die CO2-Speicherkapazität der Wälder abnimmt und durch den Düngereinsatz Lachgas an die Atmosphäre abgegeben wird. Relevant ist insbesondere auch die Viehzucht. Die tierischen Verdauungsprozesse setzen Methan frei und die Konzentration der Treibhausgase steigt.

Hinweise für Verbraucher:
  • Besser frische Lebensmittel anstelle von tiefgefrorenen kaufen. Für die Produktion von tiefgefrorenen Lebensmitteln wird das Zehnfache an Energie benötigt. Darüber hinaus verbraucht ein eigener Gefrierschrank im Vergleich zu einem Gefrierfach sehr viel mehr Energie.
  • Regionale und saisonale Lebensmittel zeichnen sich durch kurze Transportwege und durch geringe Lagerung aus. Produkte von örtlichen, saisonalen Bauernmärkten reduzieren den Energiebedarf für den Anbau und den Transport um ein Fünftel.
  • Weniger Fleisch essen. Methan ist neben CO2 das zweite Gas, das signifikant für den Treibhauseffekt verantwortlich ist. An dem Ausstoß von Methan sind vor allem Kühe beteiligt. Das Gras, das sie in ihren Mehrfachmägen verdauen, lässt Methan entstehen. Die Reduzierung des Fleischkonsums um ein Kilogramm im Monat, bedeutet eine Einsparung von Ressourcen und Fläche um den Faktor zehn.


10. Juli 2008

 1 / 2  weiter


 
Druck-Version
Artikel versenden
Redaktion
Informationen zur politischen Bildung
Umweltpolitik
Umweltpolitik
Treibhauseffekt, Nahrungsmittelknappheit und das Wachstum der Erdbevölkerung: Die Welt steht vor großen umweltpolitischen Herausforderungen. Politiker, Medien und Umweltaktivisten diskutieren mögliche Lösungen für diese und weitere Probleme. Wie kann der Mensch das System Erde schützen? Das Heft gibt Antworten.
Umweltpolitik
Aus Politik und Zeitgeschichte
Klimawandel
Klimawandel
Der Klimawandel stellt die Menschheit vor eine riesige Herausforderung. Ende 2010 wird sich die Welt in Cancún (Mexiko) versammeln, um über ein neues Klimaabkommen zu verhandeln.
Klimawandel
Schriftenreihe
Dreck
Dreck
Verbrauchen wir den Boden schneller, als er sich regeneriert? Eine Zivilisation überlebt nur, wenn sie Erde wie ein wertvolles Erbe behandelt. Die Kulturgeschichte des Bodens plädiert für einen nachhaltigen und respektvollen Umgang mit dieser Ressource.
Dreck

Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home