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Dossier bpb.de

Migrationspolitische Handlungsfelder der EU

Arbeitsmigration

Marianne Haase/Jan C. Jugl
Inhalt
Arbeitsmigration in die EU seit den 1970er Jahren
Wofür braucht die EU eine Gemeinschaftsregelung der Arbeitsmigration?
Grünbuch zur Arbeitsmigration
Arbeitsmigration, Brain Drain und Entwicklung
Der "Strategische Plan zur legalen Zuwanderung" und die ihm folgenden Richtlinien
Schritte zu einem umfassenden Migrationskonzept
Zirkuläre Migration und Mobilitätspartnerschaften
Fazit zu Strategien im Bereich der Arbeitsmigration und Entwicklung
Schritte zu einem umfassenden Migrationskonzept

Ein Jahr nach der Vorstellung des "Strategischen Plans" veröffentlichte die Europäische Kommission eine Mitteilung zu Schritten hin zu einem umfassenden Migrationskonzept ("Der Gesamtansatz zur Migrationsfrage nach einem Jahr: Schritte zu einem umfassenden Migrationskonzept" (KOM (2006) 735 endgültig v. 30.11.2006) an. Sie enthält für die Arbeitsmigration folgende relevante Aspekte:

Zum einen sollen Migrationsunterstützungsteams eingerichtet werden. Diese Experten-Teams sollen mit ihrer Expertise die Zuwanderung hinsichtlich der "operativen und administrativen Kapazitäten" steuern. Zum anderen wolle man die Zuwanderung besser und bedarfsgerechter steuern, indem das Europäische Portal zur beruflichen Mobilität (EURES) auch auf Drittstaaten erweitert wird. Bis dahin konnten sich allein EU-Bürgerinnen und -Bürger damit über Stellenangebote bzw. -gesuche in europäischen Arbeitsmärkten informieren. Außerdem soll ein Zuwanderungsportal errichtet werden, bei dem sich potenzielle Immigranten über bestehende Maßnahmen und EU-Rechtsvorschriften informieren können. Daneben besteht bereits ein Jobportal für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Um die Ursachen der Migration anzugehen, schlägt die Kommission vor, für die wichtigsten Herkunftsländer Migrationsprofile zu erstellen. Darin sollten Informationen über die migrations- und entwicklungsbezogene Situation einzelner Staaten zusammengestellt werden, womit die EU auf die Probleme der Staaten zugeschnittene Maßnahmen treffen könnte.

Hinsichtlich der Förderung von Migration in ausgewählte Wirtschaftssektoren sollen mit interessierten Drittstaaten so genannte Mobilitätspakete vereinbart werden. Dadurch solle deren Bürgerinnen und Bürgern ein privilegierter Zugang zur EU ermöglicht werden. Diese Erleichterung der Migration zielt auf die Verhinderung von irregulärer Migration, die Unterbindung des "brain drains" sowie die Deckung des Arbeitskräftebedarfs in den Mitgliedstaaten.

Die Kommissionsmitteilung betont schließlich den Kooperationsaspekt mit den Staaten Afrikas. Der afrikanische Kontinent spielt insofern eine wichtige Rolle, als ein Großteil der Immigranten von dort zuwandert und einige stark frequentierte Migrationsrouten durch afrikanische Staaten verlaufen. Die EU ist dabei besonders daran interessiert, in Zusammenarbeit mit Transitländern wie Marokko, Mali und der Senegal die Zuwanderung zu steuern.


05. November 2007


 
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PDF-Dokumente

GTZ zu Brain Drain bzw. Brain Gain

Steffen Angenendt: Zirkuläre Migration
EU-Kommission:

Strategischer Plan zur legalen Zuwanderung

Migration und Entwicklung – konkrete Leitlinien

Gesamtansatz zur Migrationsfrage

Hochqualifiziertenrichtlinie (blue-card-Vorschlag)

Rahmenrichtlinie über Gleichstellungsrechte
Rat der EU:

Daueraufenthaltsrichtlinie
Links ins Internet

www.eu-kommission.de: Konzept Arbeitsmigration

Gemma Pörzgen: Moderne Wanderarbeiter in Europa

Dietrich Tränhardt zum Konzept der zirkulären Migration

Europäische Kommission: Zugang zur Arbeit
Migration und Bevölkerung:

EU-Kommission schlägt "Blue Card" für Einwanderer vor

Remigration und Rückkehr

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