Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index


Themen
Gesellschaft
Migration
Migration in Deutschland
Migration in der EU
Warum Europa?
Geschichte
Akteure
Handlungs-
felder
Arbeits-
migration
Asyl-/ Flüchtlings-
politik
Irreguläre Migration
Visapolitik
Integrations-
politik der EU
Binnen-
migration
Ost-
erweiterung
Migrations-
daten
Migration weltweit
Newsletter
Kurzdossiers
Länderprofile
English Version: Policy Briefs
English Version: Country Profiles
Links zur Migration in der EU
Weitere bpb-Angebote
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Lernen
ZMI Universität Giessen Arte netzeitung.de Arte ZMI Universität Giessen taz Kulturstiftung des Bundes Berliner Konferenz Universität Duisburg-Essen Köln International School of Design
Suche
Dossier bpb.de

Migrationspolitische Handlungsfelder der EU

Arbeitsmigration

Marianne Haase/Jan C. Jugl
Inhalt
Arbeitsmigration in die EU seit den 1970er Jahren
Wofür braucht die EU eine Gemeinschaftsregelung der Arbeitsmigration?
Grünbuch zur Arbeitsmigration
Arbeitsmigration, Brain Drain und Entwicklung
Der "Strategische Plan zur legalen Zuwanderung" und die ihm folgenden Richtlinien
Schritte zu einem umfassenden Migrationskonzept
Zirkuläre Migration und Mobilitätspartnerschaften
Fazit zu Strategien im Bereich der Arbeitsmigration und Entwicklung
Fazit zu Strategien im Bereich der Arbeitsmigration und Entwicklung

Die Strategie der Europäischen Kommission zeichnet sich dadurch aus, dass sie ein "Geben und Nehmen" als Lösung für eine Reihe ungelöster Probleme der Migrationspolitik in der Europäischen Union vorschlägt. Diese betreffen in erster Linie den Bedarf an Arbeitskräften, die irreguläre Immigration, die mangelnde Kooperation der Drittstaaten bei der Rücknahme sowie die Konterkarierung entwicklungspolitischer Maßnahmen durch den "brain drain". Um diesen Herausforderungen strategisch und nachhaltig zu begegnen, will die Europäische Kommission Drittstaatsangehörigen die Möglichkeit der temporären Arbeitsmigration eröffnen: Zugleich sollen die Herkunftsländer zu einer verstärkten Kooperation im Bereich der irregulären Immigration und der Rückübernahme bewegt werden.

Mit ihrer Strategie versucht die Kommission, einen Spagat zwischen Entwicklungshilfe und Arbeitsmigration zu machen, indem der Aspekt der Rückkehr als eine Form der Entwicklungshilfe im Sinne des "brain gains" oder der "brain circulation" angepriesen wird. Das Konzept der zirkulären Migration bettet sich damit in den größeren Rahmen der Außenbeziehungen der Europäischen Union ein. Dabei fühlt es sich "ethischen Grundsätzen" verpflichtet und versucht im gleichen Atemzug, den größtmöglichen Nutzen für die Mitgliedstaaten zu erzielen. Migrationspolitik und hier speziell die Arbeitsmigration wird damit zunehmend als Querschnittspolicy betrachtet, die sich auf unterschiedliche und auf den ersten Blick unzusammenhängende Politikbereiche erstreckt. Des Weiteren befindet sich das Politikfeld der Wirtschaftsmigration im Spannungsfeld von dem Primat des Nationalstaates und der Erfordernis der Vergemeinschaftung. Hier sind unterschiedliche Zugrichtungen erkennbar, welche die maßstabsgetreue Umsetzung der Strategie der Kommission gefährden.

Das Ziel der Strategie, irreguläre Migration durch die Eröffnung legaler, wenn auch begrenzter, Zuwanderungsmöglichkeiten zu verhindern, erscheint plausibel. Entscheidend für ihren Erfolg ist es jedoch, praktikable Rückkehrmöglichkeiten in Kooperation mit den Drittstaaten zu entwickeln. Sollten zurückkehrende Immigranten befürchten, in ihren Heimatländern keine Beschäftigungsmöglichkeiten mehr zu erhalten oder ihre Wiedereinreise in die EU nicht realisieren zu können, steht zu befürchten, dass sie ihren Aufenthalt in den Mitgliedstaaten auf illegale Weise verlängern und die Rückkehr in ihre Heimatländer vermeiden würden. Aus diesem Grund ist es erforderlich, in enger Absprache mit den Drittstaaten realistische Rückkehrmöglichkeiten zu schaffen.


05. November 2007


 
Druck-Version
Artikel versenden
Redaktion
Angebote der bpb

APuZ: Wirtschaftliche Integration

APuZ: Migration und Arbeitsmarkt

APuZ: Arbeitskräfte-
potenzial in Deutschland

Europa kontrovers: Migration

APuZ: Entwicklung durch Migration
PDF-Dokumente

GTZ zu Brain Drain bzw. Brain Gain

Steffen Angenendt: Zirkuläre Migration
EU-Kommission:

Strategischer Plan zur legalen Zuwanderung

Migration und Entwicklung – konkrete Leitlinien

Gesamtansatz zur Migrationsfrage

Hochqualifiziertenrichtlinie (blue-card-Vorschlag)

Rahmenrichtlinie über Gleichstellungsrechte
Rat der EU:

Daueraufenthaltsrichtlinie
Links ins Internet

www.eu-kommission.de: Konzept Arbeitsmigration

Gemma Pörzgen: Moderne Wanderarbeiter in Europa

Dietrich Tränhardt zum Konzept der zirkulären Migration

Europäische Kommission: Zugang zur Arbeit
Migration und Bevölkerung:

EU-Kommission schlägt "Blue Card" für Einwanderer vor

Remigration und Rückkehr

Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home