Sperrzone, Passierscheinpflicht und ein meterhoher Grenzzaun zum Westen, das kannten alle Bewohner von Sperrgebieten. Das Dorf Rüterberg in Mecklenburg-Vorpommern hatte jedoch weitaus mehr zu ertragen. Weil Rüterberg auf drei Seiten an die britische Zone grenzte, wurde es vollkommen eingezäunt. Eine elektronische Sperranlage schirmte die Rüterberger somit auch zum Rest der DDR ab. Wer morgens aus Rüterberg raus wollte, musste dem Grenzer am Tor seinen Ausweis zeigen. Um 23 Uhr wurde das Tor geschlossen. Wer zu spät kam, musste draußen schlafen. Schließlich wurden die Rüterberger aufmüpfig. Ermutigt von den Montagsdemonstrationen forderten sie in einer Bürgerversammlung freien Zugang in die DDR. "Macht das Tor auf!", riefen sie. Es war der 8. November 1989
Idee, Konzeption und Fotografie: Stephan Morgenstern
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1961 bis 1990: Die Chronik zeichnet die gesamte Geschichte der Mauer nach, in Text, Bild, Film, Ton, Dokumenten und Interviews mit Zeitzeugen.
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