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Hintergrund aktuell (25.08.2008)
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Kaukasus-Konflikt: Kein Frieden in SichtIm Kaukasus-Konflikt zeichnet sich kein Ende ab. Am Montag (25.08.2008) hat sich das russische Parlament für die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens von Georgien ausgesprochen. Eine Anerkennung der beiden Provinzen durch Russland könnte die Fronten weiter verhärten.
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Arbeiter montieren eine russische (l.) und eine südossetische Fahne in Tskhinvali, Südossetien; Foto: AP
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Sowohl der Föderationsrat – das Oberhaus des russischen Parlaments – als auch die Duma forderten Präsident Dimitri Medwedjew auf, die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens anzuerkennen. Das Votum der beiden Kammern hat keine unmittelbare Auswirkung, gilt aber als Signal an die Regierung.
Die Entscheidung des russischen Parlaments könnte das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Russland und der Europäischen Union weiter verschärfen. EU, USA und NATO sprechen sich für die territoriale Integrität Georgiens aus. Sie kritisieren die von Russland eingerichteten Pufferzonen und Kontrollpunkte rund um Südossetien und Abchasien. Diese widersprächen dem jüngst geschlossenen Waffenstillstandsabkommen zwischen Russland und Georgien. Der unter der Federführung Frankreichs ausgehandelte Sechs-Punkte-Plan sieht vor, dass beide Seiten die Gewalt einstellen, ihre Truppen zurückziehen und Helfern den Zugang zu den Opfern ermöglichen. Moskau hatte am Freitag (22.08.2008) den Rückzug aus Georgien für abgeschlossen erklärt.
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Infobox |
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Der Sechs-Punkte-Plan Mithilfe des Sechs-Punkte-Plans sollen Russland und Georgien wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren. Das Dokument ist keine Friedensregelung, soll aber die Grundlage für einen juristisch bindenden Text bilden. Die Vereinbarung beinhaltet folgende sechs Punkte:
1. "Kein Rückgriff auf Gewalt zwischen den Protagonisten"
2. "Definitive Einstellung der Feindseligkeiten"
3. "Gewährung freien Zugangs für humanitäre Hilfe"
4. "Die georgischen Streitkräfte sollen sich auf ihre üblichen
Stationierungsorte zurückziehen".
5. "Die russischen Streitkräfte sollen sich auf die Linien vor Beginn
der Feindseligkeiten in Südossetien zurückziehen. In Erwartung eines
internationalen Mechanismus werden die russischen Friedenstruppen
vorläufig zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen."
6. "Eröffnung internationaler Diskussionen über die Modalitäten der
Sicherheit und Stabilität in Abchasien und Südossetien"
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von Konsequenzen, sollte Russland nicht wie zugesagt aus Georgien abziehen; dies gelte auch für die Zone südlich von Südossetien. Anderenfalls seien im "Kontakt zu Russland Einschränkungen möglich", so die Kanzlerin am Sonntag in einem ZDF-Interview. EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy hat wegen der Kaukasus-Krise einen Sondergipfel der EU am 1. September anberaumt. Dort soll es "um die Zukunft der Beziehungen" zwischen der EU und Russland gehen.
Mehr zum Thema
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euro|topics - Presseschau (18.08.2008)
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Folgen der Kaukasuskrise
Die Kampfhandlungen im Konflikt zwischen Georgien und Russland scheinen endgültig vorbei zu sein, heute soll der Abzug der russischen Truppen beginnen. Die politischen Langzeitfolgen der Krise sind jedoch noch nicht abzusehen. |
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Hintergrund aktuell (11.08.2008)
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Russisch-georgischer Konflikt
Im Konflikt um die Krisenprovinz Südossetien haben Russland und Georgien einer von Frankreich vermittelten Waffenruhe zugestimmt. Beide Seiten wollen auf Gewalt verzichten und ihre Truppen zurückziehen. |
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Eva-Maria Auch und Uwe Halbach
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Der Kaukasus als politische Parzellenlandschaft
Der Kaukasus nimmt eine Brückenfunktion zwischen Europa und Asien ein. Während Nordkaukasien politisch zu Russland gehört, haben sich in Südkaukasien seit 1991 drei unabhängige Staaten gebildet. |
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10. Februar 2012
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Mehr Wissen |
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Stichworte aus den Lexika der bpb
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Informationen zur politischen Bildung - aktuell |
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Kaukasus-Region
Immer öfter erreichen uns Nachrichten aus dem Kaukasus. Dennoch ist das Wissen über die ethnischen Konflikte, Unabhängigkeits- bestrebungen und Bürgerkriege der Region gering. Das Heft bringt uns Kaukasien näher. |
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