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Delhi


Eine Megastadt aus zwei Städten
Sonja Ernst
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15 Millionen Menschen zählt die nordindische Stadt Delhi, nach Mumbai die bevölkerungsreichste Stadt Indiens. Die Metropolregion Delhi besteht aus zwei Städten: Delhi und Neu-Delhi. Letztere ist die Hauptstadt Indiens mit seinen 1,1 Milliarden Menschen.

Satellitenaufnahme Delhi
Grossansicht des Bildes
Delhi und Neu-Delhi, Industriestandort und Verwaltungszentrum
Quelle: NASA/JPL-Caltech

Dilli, wie Delhi auf Hindi heißt, ist das politische Zentrum Indiens und ein wichtiger Industriestandort. Wie in den anderen Megastädten Indiens, wie in Mumbai und Kalkutta, findet sich auch in Delhi eine konsumfreudige Mittelschicht. In den innenstädtischen Vierteln und den Satellitenstädten sprießen Shopping Malls wie Pilze aus dem Boden. Zugleich leben in Delhi schätzungsweise 3 Millionen Menschen in Armutsvierteln. Rund 60 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner arbeiten im informellen Sektor. Die Stadt versinkt in Verkehrs- und Industrieabgasen. Trotz U-Bahnnetz, das 2002 seinen Betrieb aufnahm und seitdem ausgebaut wird, leidet Delhi nach wie vor unter einem hohen Verkehrsaufkommen. Der Fluss Yamuna, der sich durch Delhi schlängelt, verschmutzt zusehends. Dort landen Müll und ungeklärte Abwässer.

In der Megastadt Delhi finden sich auch zahlreiche Baukunstwerke aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Delhi wird deshalb auch die Stadt der sieben Städte genannt: Ruinen von sieben Städten finden sich dort. Heute ist sicher, dass sogar mehr als sieben Städte auf dem heutigen Stadtgebiet errichtet wurden. Eine Legende besagt, dass jeder Herrscher und König, der eine neue Stadt in Delhi baut, schon bald seine Herrschaft darüber verlieren wird.


 
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