Die Megastadt Delhi ist die fünftgrößte urbane Agglomeration weltweit. Mit ihren rund 15 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist sie nach Mumbai die zweitgrößte Stadt Indiens. Die Bevölkerung Delhis wächst zurzeit um 2,42 Prozent jährlich und damit schneller als die Mumbais oder Kalkuttas – die beiden anderen indischen Megastädte.
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Holi wird vor allem in Nordindien gefeiert, mit der roten Farbe begrüßt man den Frühling, Foto: Wietse Jongsma
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In den ersten Jahren nach der Unabhängigkeit Indiens in 1947 war zunächst Kalkutta die bevölkerungsreichste Stadt Indiens. 1970 zählten Kalkutta und Mumbai dann fast gleich viele Menschen: 6,91 bzw. 6,17 Millionen. Heute ist Mumbai mit rund 18 Millionen Menschen die größte Stadt Indiens. Dann folgt Delhi und knapp dahinter Kalkutta mit 14 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Delhi erlebte nach 1947 ein rasantes Wachstum. Zwischen 1950 und 1955 nahm die Bevölkerung um jährlich 5,26 Prozent zu. Bis Ende der 1990er Jahre blieb die Wachstumsrate auf einem hohen Niveau zwischen 3,9 und 4,5 Prozent jährlich.
Der Urbanisierungsgrad in Indien liegt bei rund 28 Prozent. Im Vergleich: In Deutschland hat die Verstädterung 75 Prozent erreicht. Der durchschnittliche Urbanisierungsgrad Asiens liegt bei 39,8 Prozent. Die städtische Bevölkerung Indiens wächst zurzeit um fast 2,4 Prozent jährlich. Auch die ländliche Bevölkerung wächst, wenn auch langsamer, um 1 Prozent im Jahresdurchschnitt. Die Zahl der Inderinnen und Inder nimmt zurzeit um 1,55 Prozent jährlich zu. Damit wächst die Bevölkerung Indiens schneller als die chinesische, die um 0,65 Prozent wächst. Indien wird voraussichtlich 2030 China als bevölkerungsreichtes Land der Welt ablösen, mit dann über 1,4 Milliarden Menschen.
Delhi
Einwohnerinnen und Einwohner in Millionen
1950: 1,36 Millionen
1960: 2,28
1970: 3,53
1980: 5,55
1990: 8,20
2000: 12,44
2005: 15,04
2010: 16,98*
2015: 18,60
Bevölkerungswachstum in Prozent
1950: +5,26 %
1960: +4,40
1970: +4,52
1980: +3,94
1990: +4,14
1995: +4,18
2000: +3,80
2005: +2,42
2010: +1,82
Fläche und Bevölkerungsdichte
Das Stadtgebiet von Delhi, der Verwaltungsbereich "Municipal Corporation of Delhi", umfasst knapp 1.400 km˛. Dort leben rund 14 Millionen Menschen. Die Besiedlungsdichte liegt damit im Durchschnitt bei knapp 10.000 Menschen pro Quadratkilometer, in einzelnen Stadtteilen jedoch sogar weit darüber.
Indien
Einwohnerinnen und Einwohner in Millionen
1950: 357 Millionen
1960: 442
1970: 554
1980: 688
1990: 849
2000: 1.021
2005: 1.103
2010: 1.183
2015: 1.260
2020: 1.332
Wachstum der Gesamtbevölkerung in Prozent
2000: +1,55 %
2010: +1,26
2020: +0,93
Grad der Urbanisierung
2000: 27,7 %
2010: 30,1
2020: 34,4
Städtische Bevölkerung in Millionen und Wachstum in Prozent
2000: 282 Millionen (+2,30 %)
2010: 356 (+ 2,46)
2020: 457 (+ 2,56)
Ländliche Bevölkerung in Millionen und Wachstum in Prozent
2000: 738 Millionen (+ 1,25 %)
2010: 826 (+0,72)
2020: 874 (+0,02)
*Angaben in kursiver Schrift sind Prognosedaten.
Quellen:
World Urbanization Prospects: The 2005 Revision, hrsg. von: United Nations Department of Economics and Social Affairs/Population Divison, 2006.
Financing Urban Shelter, Global Report On Human Settlements 2005, hrsg. von: United Nations Human Settlements Programme, 2005.
The Challenge of Slums, Global Report On Human Settlements 2003, hrsg. von: United Nations Human Settlements Programme, 2003.
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