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Dossier

Media-Analyse ma 2010 Radio I

Neue Hörer hat das Land

Gute Nachrichten für Radiomacher bringen die aktuellen Reichweitenergebnisse der Media-Analyse (ma) 2010 Radio I. Die Radionutzung in Deutschland bleibt auf konstant hohem Niveau. 57,87 Millionen schalten in Deutschland täglich ihr Radio ein (78,6 % Tagesreichweite). Im Schnitt für mehr als vier Stunden. Einen Grund für die intensive Radionutzung auch bei den Jugendlichen sieht Lutz Kuckuck, Geschäftsführer des Branchenverbandes "Radiozentrale" in der "zunehmenden Radionutzung am Computer sowie auf mobilen Endgeräten wie dem iPhone, insbesondere durch jüngere Hörer". Die absolute Nummer 1 unter den Einzelsendern ist Antenne Bayern aus Ismaning.

Radio-Apps

"Großer Tummelplatz für das Radio"

Deutschlands Hörfunker haben das mobile Internet als zusätzlichen Verbreitungsweg für ihre Programme entdeckt. Viele Sender bieten inzwischen Applikationen für Smartphones an, die weit mehr können, als nur Radiosendungen zu übertragen.

Radiozukunft diskutieren

Radiodays Europe

Am 18. Und 19. März finden in Kopenhagen zum ersten mal die RADIODAYS EUROPE statt. Mit 70 Referenten aus 17 Ländern auf 30 Panels. Spannende Themen: Radiozukunft auf dem Handy; Multimedia Plattform Auto - wer macht das Rennen; CBC Social Radio - die neue Form des "Mitmachradios"; der Berliner Morningstar Arno Müller diskutiert mit seinem Pendant bei der BBC; wie die elektronische Reichweitenmessung in Skandinavien die Radioprogrammierung revolutioniert. Aus Deutschland wird das Radioevent von den "Medientagen München" unterstützt.
Alle Infos unter radiodayseurope.com


Pfiffige Höreraktion

"Unglaublich - aber wahr"

Die "Frühaufdreher" bei Bayern 3, das sind Claudia Conrath, Marcus Fahn und Bernhard Fleischmann. Seit Mai 2008 wecken die drei jeden Werktag zwischen 5 und 9 Uhr Bayern. Im Januar haben sie eine Höreraktion gestartet, die sich zu einem echten "Hinhörer" entwickelt. Claudia Conrath stellt ihren beiden Kollegen täglich eine knifflige Aufgabe, die innerhalb von 24 Stunden gelöst werden muss. Ob das gelingt, ist mittlerweile Gesprächsthema auf Schulhöfen, in Büros, beim Bäcker oder im Supermarkt.

Ausgezeichnet

Erster Platz für Campusfunk

Die Neue Osnabrücker Zeitung und das Uni-Radio bonncampus 96,8 erhielten den jeweils ersten Preis in den Kategorien Print und Hörfunk für die beste Berichterstattung im Vorfeld der Bundestagswahl 2009. Der W(ahl)-Award wurde während des Forums Lokaljournalismus am 28. Januar 2010 in Dortmund bereits zum dritten Mal von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb verliehen. Die weiteren Preisträger in der Kategorie Hörfunk sind Kristof Kien und Sebastian Müller von SWR3, Thomas Klee von hr1 und Ulrich Höhmann und Stefan Sprang von hr-iNFO.

Zukunft des Radios

Öffentliche Redaktionskonferenzen aus dem Radiolabor der Zukunft

Seit Anfang dieses Jahres ist ein neuer Sender deutschlandweit digital empfangbar über DAB, Kabel, Satellit und Internetstreams: Deutschlandradio Wissen. Auf knapp 7 Millionen € beläuft sich das Jahresbudget. DRadio Wissen ist primär ein Wort-Programm. Der Sender setzt von Anfang an auf Kommunikation mit dem Hörer via Twitter, Facebook und Redaktionsblog.

Radiopromotion

Radio im Rampenlicht:
weg mit der Bescheidenheit

Noch ein Preis, muss das denn sein? Ja, sagen die Verantwortlichen von ARD und privaten Radiostationen. Drei Stunden höre jeder Deutsche im Schnitt täglich Radio - die Faszination dieses Mediums sei ungebrochen. "Mit dem Deutschen Radiopreis kommt jetzt endlich der nationale Preis für das Medium. Eine verdiente Anerkennung für die vielfältigen Leistungen der Radiomacher in Deutschland", sagt ARD-Vorsitzender Peter Boudgoust. Für den 17. September planen die Veranstalter eine große gemeinsame Show in Hamburg, "die sich hören und sehen lassen kann".

Radio und Social Media

Hörerbindung mit Twitter, Facebook und Co.

Das jugendlich orientierte Würzburger Hitradio "zwitschert" seit Juni 2009 mit seinen Hörern. Das Gros der Tweets besteht aus topaktuellen Lokalnachrichten. "Wir wollen unseren Hörern einen echten Mehrwert bieten", erklärt Frank Beyl, Programmleiter und Moderator beim Würzburger Lokalsender.

Kindermedien boomen

Kinder - ein großartiges Publikum

In jeder vierten Kinderstube der 6- bis 13-Jährigen steht bereits ein eigener Computer: Daraus ergeben sich Konsequenzen für die Angebote der Kindermedienproduzenten. In der bunten Bilderflut der digitalen Welt sind Konzepte und Strategien für Kindermedien gefragt, die unterhalten, emotional bereichern und Kindern die Welt in ihrer Sprache erklären.

Radio und Social Media

Radio goes Social Media

Das Gerangel um die digitalen Übertragungswege, neue Konkurrenten im Netz, boomende Webradios, sinkende Werbeeinnahmen - derzeit gibt es viele Baustellen für Radiomanager. Nach anfänglicher Skepsis sehen neuerdings immer mehr Radiomacher in der Kombination aus Radio, Internet und mobilen Kommunikatiosmitteln ein "Dreamteam". Die Zeit drängt. "Wir müssen uns jetzt in Startposition bringen", sagt Stephan Schmitter, Radiomanager aus Berlin, "um die Marke Radio so relevant zu machen, dass wir weiterhin eine wichtige Rolle im Alltag der Mediennutzer spielen." Jede Menge Tipps, wie sich die Radiobranche für die Zukunft rüsten sollte, hat Schmitter jedenfalls parat.

Crossmedia

Die Sendung mit dem Internet

Weil das Netz aus der Lebenswelt der Hörer nicht mehr wegzudenken ist, hat Antenne Düsseldorf dem World Wide Web eine eigene Sendung gewidmet: "Die Sendung mit dem Internet". Die Betonung liegt auf "mit", denn das Internet wird parallel zur Radiosendung als Kommunikationsplattform zwischen Radiomachern und Zuhörern genutzt. An dem Projekt beteiligt ist RP-Online, das Internetportal der "Rheinischen Post".

Qualitätsjournalismus im Hörfunk

Recherche versendet sich nicht

Qualitätsjournalismus ist essentiell für die Demokratie. Doch seit die Krise die Medien erreicht hat, dreht sich alles um sinkende Werbeumsätze, um Personalabbau und düstere Zukunftsprognosen. "Gerade in diesen Zeiten ist hochwertiger Journalismus wichtiger denn je", sagt NDR Intendant Lutz Marmor und investiert antizyklisch in ein Mehr an unabhängiger Berichterstattung. "Die Menschen suchen nach Orientierung, nach verlässlichen Informationen und kritischer Berichterstattung", ist Marmor überzeugt. Alles das bietet nachweislich die Welle NDR Info.

Radiogeschichte

"Das Politische war Nebensache"

Auch in der DDR gab es Radiopiraten. Zum Beispiel in den 60er Jahren im Leipziger Stadtteil Paunsdorf. Vier Jahre lang brachte damals der "Sender Freies Paunsdorf" das, was offiziell zu Zeiten Walter Ulbrichts nicht nur unerwünscht -, sondern sogar streng verboten war: "Dekadente westliche Beat-Musik". Den DDR-Behörden ist es trotz großer Anstrengungen nie gelungen, den Sender ausfindig zu machen und die Radiopiraten festzusetzen. Für den Chemnitzer Dieter Schaal war die Radiopiraterie der Start zur Berufskarriere. Ende der 50er Jahre verbreitete er in seinem "Ried-Funk" die offiziell verpönte "Westmusik". Der Mittweidaer Medienstudent Florian Tillack hat für Hörfunker.de den Radiopionier im Chemnitzer Stadtteil Rabenstein besucht.

Zukunft des Lokalradios

"Ein Anker der Stabilität"

"Das Lokalradio ist in Zeiten der Krise für seine Hörer ein Anker der Stabilität", meint Medienforscher Dirk Ziems. Er glaubt auch nicht, dass sich der Lokalfunk Sorgen um die Zukunft machen müsse, wenn er nur richtig auf die Bedürfnisse der Hörer eingehe. Der bayerische Lokalsender "Charivari" aus Rosenheim hat seine lokale Berichterstattung erhöht. Bei der Funkanalyse Bayern hat das keinen Positivtrend ausgelöst.

Radioforschung

Mitmachen oder nur Zuhören -
Wie interaktiv wollen Hörer sein?

Die 28-jährige Radiomoderatorin Julia Schutz hat auf den Nürnberger Lokalrundfunktagen erstmals ihre Studie zur "Nutzung und Wirkung von interaktiven Radioangeboten" vorgestellt. "Die Hörer wünschen sich attraktive Möglichkeiten, um sich über verschiedene Kommunikationskanäle aktiv am Programm zu beteiligen", sagt Julia Schutz. Ihrer Ansicht nach wird dies von vielen Radiosendern noch viel zu sehr unterschätzt.

Tutzinger Radiotage 2009

Nachwuchsschmiede Campusradio

Es gibt derzeit rund 50 Hochschul-Radios, die sich in Deutschland an Studierende und weitere Uni-Interessierte wenden. On-air und auch im Web. Rund die Hälfte sendet auf einer eigenen UKW-Frequenz rund um die Uhr. Besonders in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen ist das Angebot gut ausgebaut. Zu den Vorzeigemodellen der Campuslandschaft gehört das Bielefelder Campusradio "Hertz 87.9".

Multimedia

Neue Jugendplattform yourzz.fm

"Yourzz.fm" ist eine neue lokale Jugendmarke. Erkennungsmerkmal: giftgrün. Ein multimediales Informations- und Unterhaltungsangebot für Jugendliche zwischen zehn und 20 Jahren in Nordrhein-Westfalen. yourzz.fm ist ein Medienmix von Zeitung, Radio und Online.

Social Media

Gezwitscher vom Radio

Podcasts, weblogs, Youtube, Communities und Mikroblogging - interaktive Kommunikationsmittel schießen scheinbar wie Pilze aus dem Boden. Wer hat da noch den Durchblick? Wo müssen die klassischen Medien dabei sein, um die Zukunft nicht zu verschlafen? Der neue Hype heißt "Twitter". Und der geht nicht vorbei, sagen die Social-Media-Experten. Eine Handvoll Radiosender ist auf den Zug aufgesprungen.

Das Internet als Chance

Radio und Internet - ein "Dreamteam"

Nach anfänglicher Skepsis sehen neuerdings immer mehr Radiomacher in der Kombination aus Radio und Internet ein "Dreamteam". Auf den Münchener Medientagen 2008 zeigten sich viele davon überzeugt, dass nach UKW das Internet der meist verbreitete Übertragungsweg des Radios der Zukunft sein wird.

Zukunft des Radios

Radiomacher im Internet

Während die Digitalisierung des Radios in Deutschland weiterhin nur schleppend voran kommt, machen immer mehr Internetradios von sich reden. Dabei gehen sowohl die klassischen Radiostationen als auch neue Anbieter vermehrt ins Netz. Die Vielfalt der Angebote könnte allerdings auch zum Problem für die Webradio-Betreiber werden. Denn nur wer gezielt die Werbetrommel rührt, wird von Hörern und Werbetreibenden überhaupt wahrgenommen.

Spezial: Die Digitalisierung des Hörfunks

Das Radio der Zukunft

Die Zukunft des Radios ist digital. Das ist gewiss. Der Weg dorthin jedoch beschwerlich und voller Zweifel und Fragen. Offen sind die zukünftigen Verbreitungswege und die Frage nach dem Mehrwert der gesendeten Inhalte. In den vergangenen Wochen diskutierten die Radiomanager auf vielen Veranstaltungen in ganz Deutschland über Kosten und Technik, Regulierungsanforderungen und Frequenzzuordnungen. Hörfunker.de widmet dem Thema Digitalradio ein spezielles Dossier, eine sukzessiv wachsende Bestandsaufnahme der aktuellen Diskussion zur Zukunft des Radios.

Journalismus in den USA

"I vacationed with Obama"

Der erste Urlaub von US-Präsident Barack Obama samt Familie auf der noblen Ferieninsel Martha's Vineyard gehörte Ende August zu den Top-Themen amerikanischer Medien. Nachrichtenagenturen, Zeitungen, Wochenmagazine, Radio- und Fernsehstationen haben Reporter, Fotografen und Kameraleute auf die Insel entsandt, auf der vor allem betuchte US-Bürger ihre Ferien verbringen.


 
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Die Idee zum Projekt "hörfunker.de"
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Twitternde Radiosender
Twitternde Radiosender
Noch immer ein Hype: Twitter, die "Internet-SMS" in 140 Zeichen. Immer mehr Radiosender starten ihren eigenen "Twitter-Account". Damit Sie den Anschluss nicht verpassen, erstellen wir auf hoerfunker.de eine Liste twitternder Radiosender ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wir freuen uns über jede Mithilfe, die Liste weiter zu vervollständigen.
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Radio goes Social Media
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Neuerdings sehen immer mehr Radiomacher in der Kombination aus Radio, Internet und mobilen Kommunikatiosmitteln ein "Dreamteam". Jede Menge Tipps, wie sich die Radiobranche für die Zukunft rüsten sollte, hat Stephan Schmitter, Radiomanager aus Berlin, parat.
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Das Forum für guten Lokaljournalismus stellt Ideen und Konzeptionen von Journalisten vor - und nennt die Kontakte. Die Drehscheibe bietet einen eigenen Pressedienst, fördert den regelmäßigen Kontakt unter den Redaktionen und vermittelt Grundlagen und Hintergrundwissen.
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Die "Frühaufdreher" bei Bayern 3, das sind Claudia Conrath, Marcus Fahn und Bernhard Fleischmann. Seit Mai 2008 wecken die drei jeden Werktag zwischen 5 und 9 Uhr Bayern. Im Januar haben sie eine Höreraktion gestartet, die sich zu einem echten "Hinhörer" entwickelt.
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