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Dossier Fußball-WM 2006
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Paraguay |
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| Gunda Wienke |
Die "Albirroja", wie die Nationalmannschaft wegen ihrer weiß-roten Trikots genannt wird, steht in Paraguay bei den Fußball-Enthusiasten noch vor den Vereinsteams an erster Stelle. Das ist in Südamerika (und Europa) ungewöhnlich, normalerweise ist jedem Fan sein Verein wichtiger als die nationale Auswahl.
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Zur Person |
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Gunda Wienke ist Redakteurin bei Matices, einer Zeitschrift zu Lateinamerika, Spanien und
Portugal und arbeitet als freie Autorin für Radio, Print und Online. |  |
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 |  | In Paraguay wurde der Albirroja schon vor dem WM-Beginn ein Denkmal gesetzt. Nahe der Hauptstadt Asunción liegt das Städtchen Ypané, dort wurde eine Straße umbenannt in "Paraguayische Nationalmannschaft - Deutschland 2006". Bürgermeister Juan Carlos Pereira, der die Idee für die Initiative hatte, überreichte das neue Straßenschild dem Kapitän der Nationalelf, Carlos Gamarra. Entlang der drei Kilometer langen Asphaltstraße liegt das neue Ausbildungszentrum für den Fußballnachwuchs und die Frauenmannschaften, das der paraguayische Fußballverband, Asociación Paraguaya de Futbol (APF) mit Unterstützung der Fifa baute und Anfang des Jahres einweihte.
Qualifikation mit Höhen und Tiefen
Der Glaube der einheimischen Presse an die "Guaraníes", wie das Team in Anlehnung an die einheimische Urbevölkerung auch genannt wird, blieb stets ungebrochen. Dabei waren Zweifel in mancher Phase der WM-Qualifikation durchaus angebracht. Gleich am ersten Spieltag im September 2003 verlor die Mannschaft gegen die überraschend starke peruanische Konkurrenz mit 1:4. Das Team erholte sich von diesem Rückschlag jedoch rasch. Zuhause gewannen die Guaraníes sieben Partien, auswärts gelang ihnen jedoch nur gegen Chile ein Sieg. Die übrigen Auswärtsspiele endeten entweder unentschieden (vier Mal) oder gingen verloren (sechs Mal).
Beim Gruppenersten Brasilien ging die Albirroja mit 1:4 vom Platz und gegen die starken Ecuadorianer, die in der Abschlusstabelle der Südamerikagruppe vor Paraguay lagen, kassierten die Guaraníes sogar die heftigste Niederlage (2:5).
Das Manko der Paraguayer in der zweijährigen Qualifikationsphase – in Südamerika gibt es nur eine Gruppe, alle spielen gegen alle - war die mangelnde Konstanz ihrer Leistungen. Erst im vorletzten Spiel gegen die noch nie für eine WM qualifizierten Venezolaner konnte das direkte Ticket nach Deutschland gelöst werden. Insgesamt holte Paraguay 28 Punkteund qualifizierte sich als Gruppenvierter zum dritten Mal in Folge für eine Weltmeisterschaft.
05. Dezember 2005 |
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