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Dossier

Mexiko-Stadt


Selbstbausiedlungen als Lösung
Sonja Ernst
Inhalt

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Bevölkerung

Leben

Überblick

Die mexikanische Hauptstadt liegt auf einer Höhe von etwa 2.300 Metern – umgeben von Bergen, zu denen auch die Vulkane Popocatépetl und Iztaccíhuatl gehören. Mexiko-Stadt ist die höchstgelegene Megastadt der Welt und die einzige, die nicht an einem Fluss oder am Meer liegt. Heute leben über 19 Millionen Menschen in Mexiko-Stadt, der zweitgrößten urbanen Agglomeration nach Tokio. Ciudad de México, wie die Stadt amtlich heißt, ist das politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Laut der letzten Volkszählung von 2005 leben rund 8,4 Prozent aller Mexikaner in der Hauptstadt.

Satellitenaufnahme Mexiko-Stadt
Grossansicht des Bildes
Mexiko-Stadt, Zentrum der Politik und Wirtschaft Mexikos, Quelle: NASA/JPL-Caltech
Der Zuzug der Landbevölkerung nach Mexiko-Stadt verstärkte sich mit der Ansiedlung von Industriebetrieben in den 1940er Jahren. Lebten 1950 noch keine drei Millionen Bewohner in der Hauptstadt, stieg die Zahl innerhalb von zwei Jahrzehnten auf das Dreifache. Diesen Zustrom hat Mexiko-Stadt schlecht verkraftet. Probleme zeigen sich vor allem bei der Versorgung mit Trinkwasser und dem Anschluss an die Kanalisation – das Wasser muss von entlegenen Brunnen hoch in die Stadt gepumpt werden, das Leitungssystem jedoch ist marode.

Insbesondere die Versorgung der Randbezirke, die ohne offizielle Stadtplanung als Selbstbausiedlungen entstehen, ist problematisch. Dort hat sich ein illegaler Wohnungsmarkt etabliert, bei dem Bodenhändler Gebiete parzellieren und ohne bauliche Auflagen verkaufen. Von offizieller Seite wird dies meist geduldet, denn die Stadtverwaltung selbst ist nicht im Stande, den benötigten Wohnraum bereitzustellen. Eine große Herausforderung an die Politik stellt auch die hohe Luftverschmutzung und das Verkehrschaos dar, das auch durch den Bau eines U-Bahn-Systems Anfang der 1970er Jahre bislang nicht gebändigt werden konnte.


 
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