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Migration in Deutschland 1955-2004
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Von der "Gastarbeiter"-Anwerbung zum Zuwanderungsgesetz |
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Migrationsgeschehen und Zuwanderungspolitik in der Bundesrepublik |
| Carolin Reißlandt |
1979-1980 Konkurrierende Integrationskonzepte
Der erste Ausländerbeauftragte der Bundesregierung, der
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Älteres Paar im Görlitzer Park, Berlin-Kreuzberg © Susanne Tessa Müller
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frühere nordrhein-westfälische Ministerpräsident Heinz Kühn (SPD), legte Ende 1979 ein Memorandum vor, dessen zentrale Forderung die Anerkennung der faktischen Einwanderungssituation durch die Regierung in Form einer konsequenten Integrationspolitik war. Als zweites wurde darin vom Staat gefordert, die reale Gleichberechtigung v.a. der so genannten Zweiten Generation in den Bereichen Bildung und Ausbildung, Arbeit und Wohnen zu fördern. Auch die Einführung des kommunalen Wahlrechts für hier lebende Ausländerinnen und Ausländer sowie eine Option auf den Erhalt der Staatsbürgerschaft für hier geborene ausländische Kinder wurden gefordert. Diese sollten die politische Partizipation erhöhen.
Integrationsdebatte 1980
In der öffentlichen Debatte auf das Kühn-Memorandum standen neben der staatlichen Verantwortung für die Integration der Zugewanderten immer auch die Integrationsfähigkeit und Integrationswilligkeit der Zugewanderten im Mittelpunkt. Die ausländerpolitischen Beschlüsse der damaligen SPD/FDP-Bundesregierung blieben weit hinter den Forderungen ihres Ausländerbeauftragten zurück – mehr noch: die Ausländerpolitik war weiterhin auf Konzepte zur sozialen Integration auf Zeit ausgerichtet. Die Wende der Ausländerpolitik blieb somit aus. Die Bundesregierung überließ ungeachtet weiterer Vorschläge die Integrationspolitik den pragmatischen, aber oft unkoordinierten Initiativen der kommunalen Verwaltungen. Umfassendere Konzepte zur Integrationsförderung der Migranten und ihrer Familienangehörigen wurden nicht erarbeitet.
15. März 2005 |
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