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Dossier Computerspiele

Genuss und Gewalt: Die Wirkungsfrage

Seit den Amokläufen von Littleton und Erfurt reißt der Streit um Gewalt in Computerspielen nicht ab. Haben Egoshooter wie "Counterstrike" die Taten angeleitet? Aristoteles meinte noch, der Anblick von "Terror und Schauder" führe zur "Reinigung von solchen Gemütszuständen". Die Medienwissenschaft hat dutzende Theorien über die Wirkung von Gewaltdarstellungen hervorgebracht: Gewöhnung, Stimmungsregulierung, Kultivierung, Angslust – wirklich einig sind die Forscher bis heute nicht. Ihr vorsichtiges Fazit: Manche Arten von Mediengewalt haben für manche Menschen unter manchen Bedingungen negative Folgen. Einen direkten Weg von der medialen zur realen Gewalt gibt es jedoch nicht. Aber warum faszinieren uns Gewaltbilder überhaupt? Was geht in uns vor, wenn wir spielen? Und wann nehmen wir etwas aus dem Spiel in die Wirklichkeit mit?

Jürgen Fritz


Wie virtuelle Welten wirken

Von Egoshooter bis Edutainment beschäftigt die Forschung vor allem eine Frage: Wann übertragen wir Gefühle, Gedanken, Handlungen aus dem Spiel in die Wirklichkeit? Jürgen Fritz versucht eine Antwort.

Jürgen Fritz/Wolfgang Fehr


Virtuelle Gewalt

Es führt kein direkter Weg von der medialen zur realen Gewalt, so die Autoren. Aber warum reizt uns Mediengewalt dann so? Und wie wirkt sie sich auf unsere Empathie aus?

Jürgen Fritz


Emotionen: Zwischen Frust und Flow

Der Fluss des Computerspielens beschert Erfolgserlebnisse und vertreibt Langeweile, Sorgen und Stress. Eine heile Welt – solange das Spiel nicht frustrierend schwer oder langweilig einfach wird.

Gisela Wegener-Spöhring


Spiel und Aggressivität

Ist unser Bild vom Spiel "domestiziert", verharmlost, wie der Forscher Brian Sutton-Smith klagt? In frühen Spieltheorien oder der Psychoanalyse gehört die Aggression stets mit zum Spiel.


 

Schule der Gewalt – oder einfach gute Unterhaltung? In "True Crime: New York City" schlüpft man in die Rolle eines Undercover-Cop.

Jürgen Fritz


Motivationen: Warum spielt jemand Computerspiele?

Bei allen Spielen geht es um das Erlebnis von Macht – auch am Computer. Wir erringen die Kontrolle über das Spiel und uns selbst oder imaginieren uns in machtvollen Rollen.
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