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Video-Interviews: Weltfestspiele 1973
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Die Weltfestspiele als Satire |

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Jacek Lepiarz, Journalist
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Textversion des Video-Interviews
Ich habe die Weltfestspiele ’73 zu Hause erlebt. Ich konnte nicht kommen. Ich hatte damals gerade mein Studium begonnen und stand schon auf dem Kriegsfuß mit dem real existierenden Sozialismus. Nach Ostberlin durften nur die Auserwählten reisen. Ich hatte auch kein großes Interesse daran, weil ich schon immer etwas gegen die staatlich organisierten Massenveranstaltungen hatte.
Den Film über die Weltfestspiele habe ich als eine Satire, als ein Lustspiel empfunden, das ein Zeichen dafür war, dass uns die Welten trennten. Es sind eigentlich nur 30 Jahre – also Zeitalter einer Generation. Ich konnte nur lachen über Losungen und Parolen. Das Marschieren... übrigens marschieren die Deutschen immer gerne, sie marschieren für etwas oder gegen etwas, zum Beispiel gegen Bush, aber sie marschieren gerne.
Ob die Weltfestspiele das Ende der DDR waren? Ich glaube schon, dass das so wie mit der Schwangerschaft ist: Man kann nicht ein bißchen schwanger werden. Man ist entweder überhaupt nicht schwanger oder ganz. Das Selbe war mit der DDR: Jede Öffnung, jede Zulassung einer freien Debatte musste mit einem Debakel, mit einem Zusammenbruch enden. Obwohl natürlich dafür andere Faktoren Ausschlag gebend waren, wie Gorbatschow und die Änderung des Kurses in der Sowjetunion, als auch die harte amerikanische Politik gegenüber dem Ostblock.
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18. März 2010
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Spezial: Weltfestspiele 73 |
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