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Die feministische Debatte
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Unterdrückung oder freies Bekenntnis?
Yasemin Karakasoglu
In der öffentlichen Auseinandersetzung über das Tragen des Kopftuchs wird allzu oft vergessen, dass die Debatte neben ihrer rechtlichen und politischen Dimension in erster Linie eine feministische ist.
Die Bremer Professorin Yasemin Karakasoglu geht in ihrem Einführungstext nicht nur auf die verschiedenen des Facetten Kopftuches ein; sie versucht auch, Gründe für sein Tragen aufzuzeigen und den intellektuellen Diskurs über das Kopftuch nachzuzeichnen. Hierbei spielen sowohl Fragen nach der religiösen, sozialen und psychologischen Motivation der Kopftuchträgerinnen selbst, als auch Fragen nach dem Kopftuch als Symbol der Unterdrückung und ethnischer Zugehörigkeit eine Rolle. |
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 Man muss die freiwillige Verschleierung billigen

"Ein Gesetzgeber, der Lehrerinnen ... das Tragen von Kopftüchern kategorisch untersagt, schränkt die beruflichen Möglichkeiten der betroffenen Frauen empfindlich ein und trägt zu ihrer Benachteiligung bei."
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 Kopftuchgegnerinnen sind Komplizen der Unterdrückung

"Die Einordnung des Kopftuches als 'Symbol' ist meiner Einschätzung nach bereits die Ursache fataler Fehlurteile. ... Jedes Ideologisieren läuft dem Recht der Frauen auf Selbstbestimmung als mündige Menschen zuwider. "
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 Religiöse Vielfalt statt Zwangsemanzipation

Muslimischen Frauen soll das Kopftuchtragen freigestellt werden: Das forderten 72 namhafte Frauen aus Politik und Gesellschaft in einem öffentlichen Aufruf am 1. Dezember 2003, initiiert von Marieluise Beck und Rita Süssmuth.
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 Seyran Ateş

Die Juristin Seyran Ateş akzeptiert das Kopftuch als religiöses Symbol - im Privaten. Als Feministin erkennt sie im Kopftuch aber vor allem das äußerlich sichtbare Zeichen der Geschlechtertrennung. Zudem sei das Kopftuch ein Symbol der Desintegration, das darstellen soll: wir sind anders als ihr.
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 Kopftuch erst in zweiter Linie religiöses Symbol

"Für mich ist das Kopftuch dann ein Symbol der Unterdrückung von Frauen. An zweiter Stelle kann das Kopftuch ein Symbol für eine gewisse politische Überzeugung sein. Und auch das hat beides in der Schule nichts zu suchen."
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 Menschenrechte Voraussetzung für Emanzipation der Muslima

"Wer ... Emanzipation will, setzt sich dafür ein, dass im Konflikt mit besonderen kulturellen Identitäten, die universalistischen Menschen- und Bürgerrechte Vorrang haben – und nicht die Deutungsmacht einiger islamischer Verbände ..."
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 Kopftuch in der Schule vergrößert Druck auf Mädchen

Am 14. Februar 2004 antworteten "demokratisch gesinnte Migrantinnen aus muslimischen und anderen Ländern" in der taz auf den Offenen Brief der 72: Sie setzen sich "für Neutralität" und damit gegen das Tragen des Kopftuchs in der Schule ein.
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