Skyline von Schanghai
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Jakarta

Millionenmetropole – acht Meter über NN


19.10.2006
Jakarta ist der Wirtschaftsmotor Indonesiens. 13 Millionen leben in der größten Metropole Südostasiens. Doch neben Aufschwung und Hochhausarchitektur prägen auch Armut und Elendsviertel die Stadt.

Satellitenaufnahme JakartaSatellitenaufnahme Jakarta (© NASA/JPL-Caltech)


Überblick


Jakarta ist mit seinen über 13 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern mit Abstand die bevölkerungsreichste Metropole Indonesiens. Jakarta ist die Hauptstadt und damit das politische Zentrum des Landes. Zugleich ist die Megastadt der Wirtschaftsmotor Indonesiens. Knapp 20 Prozent des nationalen Bruttosozialprodukts werden in der Metropole erwirtschaftet. Weltweit rangiert Jakarta aktuell auf Platz neun der Rangliste der bevölkerungsreichsten urbanen Agglomerationen. Doch in der Region Südostasien ist Jakarta die bevölkerungsreichste Metropole, vor Manila und Bangkok. Wie Jakarta steht auch Indonesien für einige Superlative: Mit über 240 Millionen Menschen ist das Land das viertbevölkerungsreichste weltweit und mit über 17.000 Inseln der größte Inselstaat. Am stärksten urbanisiert ist die Insel Java, wo die Hälfte der Bevölkerung lebt. An der Nordwestküste Javas, am Mündungsufer des Cilliwung Flusses, liegt Jakarta – acht Meter über dem Meeresspiegel. Die Lage macht die Stadt von jeher anfällig für Überschwemmungen. Zuletzt standen im Februar 2007 fast 70 Prozent des Stadtgebiets zeitweise unter Wasser. Die heftigen Monsunschauer machten über 300.000 Menschen obdachlos. Über 30 Menschen starben. Die Überschwemmungen treffen zuallererst die Armen, die auf den Brachflächen entlang der Flüsse und Kanäle ihre Hütten bauen.

Denn Platz ist Mangelware in Jakarta. Fast jeder Quadratmeter im innenstädtischen Bereich ist zubetoniert. Die Bodenpreise schießen in die Höhe und damit beginnt auch die Verdrängung der Menschen aus den ärmeren Vierteln an die Ränder der Stadt.



 
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