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Dossier Afrika

Trinkwasserversorgung und Armut in Sub-Sahara-Afrika

Die Trinkwasserversorgung Afrikas südlich der Sahara ist weiterhin geprägt durch Wassermangel, schlechte Wasserqualität, Saisonalität der Wasserverfügbarkeit und weitgehende Abwesenheit des Staates bei der Versorgung seiner Bevölkerung.

Trinkwasserversorgung und Armut in Sub-Sahara-Afrika


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Auszug aus:
Afrika, Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 32-33/2006)
Bliss, Frank
Inhalt
Einleitung
Ursachen
Inkonsistente Geberpolitiken
"Funktionale" Bevölkerungsbeteiligung
Wassertarife
Lösungsmöglichkeiten
"Funktionale" Bevölkerungsbeteiligung
Gute PRSP sehen auch eine umfassende Beteiligung der Bevölkerung bei der Umsetzung der Armutsbekämpfungsstrategien vor.[9] Die Partizipation der unmittelbar betroffenen ("zu begünstigenden") Bevölkerung erfolgt bei der Planung vieler Trinkwasserprojekte jedoch in der Regel nur rudimentär bzw. gar nicht, da über den Sektor (eben Trinkwasser und nicht zum Beispiel Beschäftigungsförderung oder Landwirtschaft) und das einzusetzende Technikniveau (zentrale Versorgung, Handpumpen usw.) zumeist bereits an anderer Stelle entschieden wurde. Bei der Implementierung von Programmen (vor allem bei einfachen Baumaßnahmen) ist eine Beteiligung gelegentlich weitergehend, wobei eine wirkliche Mitentscheidung jedoch fast immer auf die Standortwahl von Zapfstellen oder Pumpen beschränkt bleibt.

Nur bei Vorhaben, die ohne dauerhafte staatliche Betriebsstrukturen auskommen müssen, ist die Partizipation umfassender, wobei sie sich jedoch primär auf die Verantwortung für Betrieb und Unterhalt von ländlichen oder auch kleinstädtischen Versorgungssystemen bezieht und weniger auf die partnerschaftliche Mitgestaltung der Betriebsstrukturen selbst oder die Tarifsysteme. Fast alle bi- und multilateralen Geber wie das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und die Weltbank verfolgen bei der Bevölkerungsbeteiligung ähnliche Ansätze.




Auszug aus:
Afrika, Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 32-33/2006)


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