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Ratgeber
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Was unter Computerspielen verstanden wird |

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Jürgen Fritz
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1. Was der erste Blick zeigt |
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Das Phänomen „Computerspiel“ lässt sich durch die Gegenstände beschreiben, die es hervorbringen. Da ist zunächst ein Computer - wohlverwahrt in einem Gehäuse. Dann sieht man einen Bildschirm, der mit dem Computer verbunden ist, und Lautsprecherboxen. Ebenfalls mit dem Computer verbunden sind „Eingabegeräte“: eine Tastatur, eine „Maus“, ein „Joystick“ oder Geräte mit ähnlicher Funktion. Weniger auffällig ist das „eigentliche“ Computerspiel: Software, die das „Programm“ des Spiels enthält. Um das Programm mit dem Computer zu verbinden, benötigt man „Datenträger“. In der Regel finden dafür Disketten, Einsteckmodule oder Compactdisks (CD‘s) Verwendung. Diese benötigen bestimmte „Laufwerke“: Diskettenlaufwerke und Festplattenlaufwerke, Modulschächte, CD-ROM-Laufwerke).
Im Mittelpunkt dieses „Environments“ steht der Mensch, der konzentriert auf den Bildschirm schaut, die Datenträger in die Laufwerke „einlädt“, die Funktionsweise des Computers überprüft und die Eingabegeräte „bedient“. Er setzt das Geschehen auf dem Bildschirm in Gang und beendet es.
Der Oberbegriff aller Formen dieses so beschriebenen „Environments“ ist Bildschirmspiel: Alle Spiele besitzen den Bildschirm als Ausgabemedium; der Bildschirm ist das „Fenster zur virtuellen Welt“. Von der Geräteseite her unterscheidet man folgende Formen von Bildschirmspielen:
- Die Arcade-Games: Das sind die Spielautomaten, die man vornehmlich in den Spielhallen finden kann und die ein actionreiches Spiel gegen klingende Münze bieten. Geschicklichkeit und Können der Spieler entscheiden, wie lange man für eine Münze in der "Welt am Draht" verweilen darf.
- Die Computerspiele: Die Hardware besteht aus Computern unterschiedlichen Typs, vom „Steinzeit“-Computer C 64 über Amiga bis hin zu den modernen Personal-Computern, insbesondere Geräte des Typs MS-DOS und Apple-Macintosh. Als Software steht eine kaum noch zu überblickende Menge an Spielen zur Verfügung: CD-ROM-Disk (bei älteren Spielen als Diskette). Dabei muss man berücksichtigen, dass die Computer von ihrer ursprünglichen Verwendung als „Büro-Computer“ her nicht zum Spielen vorgesehen waren, sondern für professionelle Anwendungen.
- Die Videospiele oder Konsolenspiele: Dieser Computertyp ist „nur“ für das Spielen vorgesehen und für diesen Zweck optimiert: Schneller Prozessor, gute Grafik, guter Sound, einfache Bedienung. Datenträger sind Einsteckmodule oder (bei den neuesten Modellen) CD-ROM-Disks. Zwei Firmen beherrschen den Markt der Videospiele: Nintendo und Sony. Mit Macht drängt nunmehr auch Microsoft mit einer neuen, noch leistungsstärkeren Spielkonsole auf den Markt. Die Spielkonsolen kann man in der Regel an den Farbfernseher anschließen und erfordern keinen zusätzlichen Monitor (wie beim Computer).
- Die tragbaren Videospiele: Hier ist alles noch einfacher und unkomplizierter, um schnell und überall ins Spiel zu kommen. Nach dem Prinzip des „All-in-One“ ist schon alles „an Bord“: Bildschirm, Prozessor, Joystick, Stromversorgung. Nur noch die Spielmodule einschieben: und schon kann‘s losgehen. Es verwundert daher nicht, dass diese tragbaren Videospiele nach dem Muster des „Gameboy“ gerade unter Kindern großes Interesse finden.
Die Unterschiede im „Environment“ und in den Begriffen sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass alle Erscheinungsformen der Bildschirmspiele auf den gleichen technischen Voraussetzungen beruhen und einander sehr ähnliche Geschehensabläufe bewirken. Von daher lassen sich beispielsweise Aussagen über das Wesen der Computerspiele durchaus auch auf Konsolenspiele übertragen.
Dieser Aufsatz ist im Handbuch Medien: Computerspiele erschienen, der Neuauflage von "Medienpädagogik: Virtuelle Spiel- und Lernwelten". |
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09. Februar 2012
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Analyse |
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Wie virtuelle Welten wirken
Welche Auswirkungen kann der Konsum von Gewaltvideos auf den Alltag Jugendlicher haben? Dieser Frage versucht der Autor auf die Spur zu kommen, indem er neueste Forschungserkenntnisse darstellt. |
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