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Spezial
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Afghanistan
Nach Jahren des Bürgerkriegs ergriffen im Jahr 1996 die Taliban die Macht in Afghanistan. Das Land sollte zu einem Gottesstaat werden: Musik, Sport, Bilder und Fernseher wurden verboten. Die meisten Schulen und Universitäten wurden geschlossen. Frauen konnten sich fortan nur in Ganzkörperverschleierung und männlicher Begleitung auf die Straße wagen. Dem internationalen Terrorismus boten die Taliban einen Unterschlupf: Die Anschläge vom 11. September wurden in Afghanistan geplant. Als Reaktion griffen im Oktober 2001 die USA und Großbritannien das Land an und stürzten gemeinsam mit der Nordallianz das Taliban-Regime. Mehr als 40 Länder beteiligen sich seitdem am Wiederaufbau Afghanistans: Staatliche Strukturen sollen geschaffen, Schulen, Straßen und Krankenhäuser gebaut werden. Deutschland hat versprochen, vor allem beim Aufbau der afghanischen Polizei und Armee zu helfen. Mit rund 3.500 Bundeswehr-Soldaten stellt Deutschland das drittgrößte Kontingent an der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (ISAF). Doch immer wieder erschüttern Anschläge der Taliban das Land. Mit ihrer Terror-Strategie des "Mordens und Zerstörens" wollen sie die afghanische Bevölkerung einschüchtern, im Westen Zweifel am Sinn der Afghanistan-Mission schüren und die Macht im Land zurückerobern. |
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 Das Land in Daten

Bevölkerung, Regierung, Wirtschaft: Die wichtigsten Daten und Zahlen über Afghanistan aus dem aktuellen Fischer Weltalmanach auf einen Blick. |
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 Grafiken

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| Das Land in Karten: Topographie, Provinzen, Volksgruppen, ISAF, Straßen und die Region Kundus. | |
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 Hintergrund aktuell

Hier finden Sie alle Beiträge aus dem Format "Hintergrund aktuell" der bpb-Online-Redaktion, die sich mit Afghanistan befassen.
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| Foto: Bundeswehr / Stollberg |
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 Deutschlands Engagement

Seit 2001 übernimmt Deutschland eine Vorreiterrolle beim Wiederaufbau Afghanistans. Diese Rolle ist auch einem historisch gewachsenen Vertrauensverhältnis geschuldet. Denn die deutsch-afghanische Freundschaft besteht seit Anfang des 20. Jahrhunderts.
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 Terror der Taliban

Im Jahr 2001 wurden die Taliban gestürzt. Doch noch immer versuchen sie mit ihrem Terror die Bevölkerung einzuschüchtern und die Macht im Land wiederzuerlangen. Im Westen wächst indes der Zweifel am Erfolg des internationalen Afghanistan-Einsatzes. Dabei sind erste Erfolge zu erkennen.
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 Lokale Macht- und Gewaltstrukturen

Afghanistan ist geprägt von seinen unterschiedlichen Gemeinschaften: Clans, Stämme, religiöse und ethnische Gruppen. Lokale Herrschaftsstrukturen verhinderten lange Zeit die Entstehung eines einheitlichen afghanischen Staates. Und auch heute sind sie eine Hürde für den Aufbau staatlicher Strukturen.
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 "Ein Rechtsstaat besteht neben Gesetzen auch aus einer gewachsenen Rechtskultur"

Islamisches Recht, traditionelles Gewohnheitsrecht oder modernes Staatsrecht: Die islamische Republik Afghanistan ist durch ihren Rechtspluralismus geprägt. Seit 2003 unterstützt die GTZ die afghanische Regierung beim Aufbau des Justizsektors in den Nordprovinzen. Ein Interview mit dem Rechtsexperten Philipp Jahn (GTZ) über Aufgaben, Probleme und Chancen bei der Etablierung eines Rechtssystems.
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 Fragil und umkämpft - Frauenrechte im neuen Afghanistan

Frauenrechte sind heute im Kontext widerstreitender Rechtssysteme gesellschaftlich und machtpolitisch umkämpft. Für die meisten Frauen stehen sie nur auf dem Papier. Sie sind existenziell auf die patriarchalen Gemeinschaften angewiesen.
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 Das Engagement der arabischen Staaten

Die Rahmenbedingungen, die die Unterstützung aus den arabischen Staaten für Afghanistan vor dem Jahr 2001 bedingten, existieren in dieser Form nicht mehr. Arabisches Engagement orientiert sich an einer neuen Problemanalyse.
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