Die "Dresdener Schule" ist ein loser Personenzusammenschluss innerhalb der NPD-Landtagsfraktion Sachsen, der sich als ''Denk- und Politikschule einer selbstbewussten Generation'' versteht. Die ''Dresdener Schule'' wurde im Frühjahr 2005, wenige Monate nach dem Einzug der NPD in den sächsischen Landtag, ins Leben gerufen. Federführend war der NPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Gansel. Er entwarf die Dresdner Schule als Gegenmodell zur eher links stehenden ''Frankfurter Schule'' des Instituts für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt/ Main. Im Wortlaut kritisiert sie Jürgen Gansel in einem Grundsatzpapier über das "Wesen und Wollen der 'Dresdener Schule''' so: ''Ein Hauptanliegen der Frankfurter Schule war es, die Deutschen durch eine irrwitzige Vergangenheitsbewältigung zu neurotisieren und ihres geschichtlichen Erbes zu entfremden. Sie sollten zu identitätskastrierten Gegenwartskrüppeln ohne (positive) Vergangenheit und damit auch ohne Zukunft gemacht werden....".
Das Konzept der ''Dresdener Schule'' versteht sich laut Gansel als ideologische Kmapfansage: ''Die "Dresdner Schule" sagt den Multikulturalisten und Umvolkern den politischen Kampf an", formuliert Gansel und verhelt nicht eine rassistische Grundhaltung: "Die Ideologen des Multikulturalismus fördern mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln die massive Landnahme durch kultur- und rassefremde Menschen, die die Deutschen zu den Indianern des 21. Jahrhunderts machen wird.....Dagegen erhebt die ''Dresdner Schule'' mit aller Entschiedenheit das Wort: Deutschland hat das Land der Deutschen zu bleiben und dort, wo dies nicht mehr der Fall ist, wieder zu werden.". So wendet sich die "Dresdner Schule'' in ihrem Gründungstext auch gegen das parlamentarische System in der Bundesrepublik und lehnt ''die Fiktion der sogenannten 'Menschenrechte' vehement ab."
Parteistrategisch spiegelt die Gründung der Dresdner Schule die Intellektualisierungsbemühungen der NPD wider, mittels derer sie bildungsnahe Anhänger gewinnen und in die gesellschaftlichen Diskurse vordringen möchte. Zur Verbreitung der Thesen der ''Dresdner Schule'' soll das "Bildungswerk für Heimat und nationale Identität e.V." mit Sitz in Dresden dienen, welches im April 2005 auf Vereinsbasis gegründet worden ist.
An ihrem eigenen Anspruch als "geistig-politische Gegenfront" innerhalb der Bundesrepublik ist die ''Dresdner Schule'' bislang allerdings gescheitert. Nach Angaben des Landesverfassungsschutzamts Dresden falle sie weder durch Aktivitäten noch durch Diskussionsimpulse ins Auge. Thematisch arbeite sie vielmehr die "für Extremisten typische[n] Inhalte" auf und bleibe damit organisatorisch "unbeachtet". (hk-01/2010) |
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