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Rechtsextremismus

Glossar


Zusammengestellt von Gabriele Nandlinger und Holger Kulick
Inhalt

ABC-Pößneck

Ab jetzt … Bündnis für Deutschland

Anti-Antifa-Aktivitäten

Antisemitismus

Antizionismus

Arndt-Verlag

Artgemeinschaft - Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung e.V.

Autonome Nationalisten

Autoritarismus

Berliner Kulturgemeinschaft Preußen e.V.

Blood & Honour

Bund Frankenland

Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.

Bürgerbewegung pro Köln

Bürgerinitiative Ausländerstopp (BIA)

Club 88

Collegium Humanum (CH)

Deutsche Akademie

Deutsche Alternative

Deutsches Kolleg

Deutsche Liga für Volk und Heimat (DLHV)

Deutsche Partei

Deutsche Studiengemeinschaft (DSG)

Deutschland-Bewegung / Friedenskomitee

Deutschland-Pakt

Deutschland in Geschichte und Gegenwart

Die Deutsche Freiheitsbewegung

Dresdner Schule

DVU (Deutsche Volksunion)

Ethnopluralismus

Fanzine

Frauen in der rechten Szene

Gemeinschaft deutscher Frauen (GDF)

Germanenkult

Gesellschaft für Freie Publizistik (GFP)

Grabert-Verlag

Hamburger Sturm

Hammerskins

Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ)

Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V.

Hooligans

JLO ("Junge Landsmannschaft Ostdeutschland")

Jugendszene

Kameradschaften

Kampfbund Deutscher Sozialisten

Kleidung

Kulturwerk Österreich

Märkischer Heimatschutz (MHS)

Militarismus

Nation&Europa

National befreite Zonen

Nationaldemokratischer Hochschulbund (NHB)

Nationale Jugendarbeit

Nationaler Sanitätsdienst

Nationalismus

Nationalistische Front

Neue Rechte

Neonazismus

NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) und JN (Junge Nationaldemokraten)

Rassismus

Rechte Esoterik

Rechtsextremismus

Rechtsfraktion im Europäischen Parlament

Rechtsradikalismus

Rechtsrock

REP (Republikaner)

Revisionismus

Ring Nationaler Frauen (RNF)

Rudolf Heß Gedenkmarsch

Schutzbund für das Deutsche Volk

Skinheads Sächsische Schweiz

Skinheadszene

Soziales und Nationales Bündnis Pommern (SNBP)

Sturm 34

Symbole

Thule-Seminar

Unabhängige Nachrichten

Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten (VRBHV)

Verlagsgesellschaft Berg (VGB)

Vier-Säulen-Konzept

Vlaams Belang

Volksfront von Rechts

Volksgemeinschaft

Weisse Wölfe

Wiking-Jugend (WJ)

Wortergreifungsstrategie

Xenophobie - Fremdenfeindlichkeit

Zahlencodes

Zivilgesellschaft

Faschismus

Quellen

Frauen in der rechten Szene

Bislang ist die rechtsextreme Szene männerdominiert. Weit weniger als ein Drittel der rechtsextremen Szene besteht aus Frauen, die oft nur über Beziehungen in die Szene hineingerutscht sind.

Auch Funktionärsposten nehmen Frauen in der rechtsextremen Szene nur in seltenen Fällen ein. So war 2006 unter den 36 nominierten Kandidaten der NPD zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern nur eine Frau. Die Mitläuferinnen in der rechtsextremen Szene teilen und vertreten in der Regel dieselben rassistischen, völkischen, antisemitischen und nationalistischen Ansichten wie die Männer, wenn bisher auch weniger gewalttätig. Gleichwohl gelten Frauen nicht minder als gewaltbereit, wenn sie meinen, ihren Männern imponieren zu müssen und mithalten wollen in ihrer Clique. Dort treten sie nicht selten als Anstifterinnen zu rechten Gewalttaten in Erscheinung.

Bei rechtsextremen Frauen steht nach wie vor die Mutterrolle an erster Stelle. Die "nationale Mami" ist die treusorgende "Bewahrerin ihrer Rasse", die die Kinder zur "deutschen Kultur" erziehen soll. Inzwischen wollen viele Renees und Skingirls allerdings mehr als Anhängsel der Männer sein und ihre "nationale Pflicht" nicht nur als "deutsche Mutter" erfüllen. Sie sehen sich als "moderne, anständige, revolutionäre, selbstbewusste, nationale deutsche Frauen" (so Aktivistinnen der Skinhead-Kameradschaft "Fränkischen Aktionsfront"). Die Skingirl-Band Lokis Horden singt im Song "Renee": "Ich weiß genau, was ich will, halt nicht die Schnauze und bin still. "Völkische Feministinnen beziehen sich oft auch auf heidnisch-germanische Mythen. So sei es "Erbe des germanischen Frauentums", dass Frauen "gleichwertig, aber nicht gleichartig" seien. Seit 1999 organisieren sich rechte Frauen zunehmend. Ziel ist es, innerhalb der Szene sichtbarer zu werden und so Anerkennung in den eigenen Reihen zu erhalten. 2006 gründete die NPD den "Ring nationaler Frauen" (RNF) für "nationale Frauen", nicht wenige der Gründerinnen waren zu diesem Zeitpunkt bereits mit NPD-Funktionären liiert.

Gender Politics der beruflichen Gleichberechtigung der Geschlechter lehnt der RNF allerdings als ''Gleichmacherei'' und ''politische Geschlechtsumwandlung" ab, wie es in einem Flugblatt über Gender Mainstreaming heißt. Frauen und Männer hätten zwar "gleiche Rechte aber verschiedene Pflichten". Für rechtsextremen Frauen steht nach wie vor die Mutterrolle an erster Stelle. Die 'nationale Mami' ist die treusorgende 'Bewahrerin ihrer Rasse', die die Kinder zur 'deutschen Kultur' erziehen soll. Inzwischen wollen viele Frauen in der ''nationalen Bewegung'', allerdings mehr als Anhängsel ihrer Männer sein und ihre ''nationale Pflicht'' nicht nur als ''deutsche Mutter'' erfüllen. Sie sehen sich als ''moderne, anständige, revolutionäre, selbstbewusste, nationale deutsche Frauen'' (so Aktivistinnen der Skinhead-Kameradschaft ''Fränkischen Aktionsfront''). Die Skingirl-Band Lokis Horden singt im Song "Renee": "Ich weiß genau, was ich will, halt nicht die Schnauze und bin still.''

Weitgehend verschwunden ist mittlerweile auch ein optisches Erkennungszeichen - der lange Zeit übliche Haarkranz der Skingirls bzw. Renees - ein rasierter Schädel mit einem Kranz aus langen Strähnen um das Gesicht herum. Die Frisur drückte die Zugehörigkeit zur Skinhead-Kultur aus und sollte eine Abgrenzung von weiblichen Schönheitsnormen signalisieren. Auch und besonders die rechten Skinheads pflegten in der Regel ein antiquiertes wie sexistisches Frauenbild: Frauen galten als nicht gleichberechtigt, sondern dem Mann und seinen Wünschen - sexueller und sonstiger Art - unterworfen. So sang z.B. die Skinheadband Radikahl: "Weiber sind bei uns nichts wert / Auch wenn man sie nicht gern entbehrt". (hk-01/2010)


 
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