Bislang ist die rechtsextreme Szene männerdominiert. Weit weniger als ein Drittel der rechtsextremen Szene besteht aus Frauen, die oft nur über Beziehungen in die Szene hineingerutscht sind.
Auch Funktionärsposten nehmen Frauen in der rechtsextremen Szene nur in seltenen Fällen ein. So war 2006 unter den 36 nominierten Kandidaten der NPD zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern nur eine Frau. Die Mitläuferinnen in der rechtsextremen Szene teilen und vertreten in der Regel dieselben rassistischen, völkischen, antisemitischen und nationalistischen Ansichten wie die Männer, wenn bisher auch weniger gewalttätig. Gleichwohl gelten Frauen nicht minder als gewaltbereit, wenn sie meinen, ihren Männern imponieren zu müssen und mithalten wollen in ihrer Clique. Dort treten sie nicht selten als Anstifterinnen zu rechten Gewalttaten in Erscheinung.
Bei rechtsextremen Frauen steht nach wie vor die Mutterrolle an erster Stelle. Die "nationale Mami" ist die treusorgende "Bewahrerin ihrer Rasse", die die Kinder zur "deutschen Kultur" erziehen soll. Inzwischen wollen viele Renees und Skingirls allerdings mehr als Anhängsel der Männer sein und ihre "nationale Pflicht" nicht nur als "deutsche Mutter" erfüllen. Sie sehen sich als "moderne, anständige, revolutionäre, selbstbewusste, nationale deutsche Frauen" (so Aktivistinnen der Skinhead-Kameradschaft "Fränkischen Aktionsfront"). Die Skingirl-Band Lokis Horden singt im Song "Renee": "Ich weiß genau, was ich will, halt nicht die Schnauze und bin still. "Völkische Feministinnen beziehen sich oft auch auf heidnisch-germanische Mythen. So sei es "Erbe des germanischen Frauentums", dass Frauen "gleichwertig, aber nicht gleichartig" seien. Seit 1999 organisieren sich rechte Frauen zunehmend. Ziel ist es, innerhalb der Szene sichtbarer zu werden und so Anerkennung in den eigenen Reihen zu erhalten. 2006 gründete die NPD den "Ring nationaler Frauen" (RNF) für "nationale Frauen", nicht wenige der Gründerinnen waren zu diesem Zeitpunkt bereits mit NPD-Funktionären liiert.
Gender Politics der beruflichen Gleichberechtigung der Geschlechter lehnt der RNF allerdings als ''Gleichmacherei'' und ''politische Geschlechtsumwandlung" ab, wie es in einem Flugblatt über Gender Mainstreaming heißt. Frauen und Männer hätten zwar "gleiche Rechte aber verschiedene Pflichten". Für rechtsextremen Frauen steht nach wie vor die Mutterrolle an erster Stelle. Die 'nationale Mami' ist die treusorgende 'Bewahrerin ihrer Rasse', die die Kinder zur 'deutschen Kultur' erziehen soll. Inzwischen wollen viele Frauen in der ''nationalen Bewegung'', allerdings mehr als Anhängsel ihrer Männer sein und ihre ''nationale Pflicht'' nicht nur als ''deutsche Mutter'' erfüllen. Sie sehen sich als ''moderne, anständige, revolutionäre, selbstbewusste, nationale deutsche Frauen'' (so Aktivistinnen der Skinhead-Kameradschaft ''Fränkischen Aktionsfront''). Die Skingirl-Band Lokis Horden singt im Song "Renee": "Ich weiß genau, was ich will, halt nicht die Schnauze und bin still.''
Weitgehend verschwunden ist mittlerweile auch ein optisches Erkennungszeichen - der lange Zeit übliche Haarkranz der Skingirls bzw. Renees - ein rasierter Schädel mit einem Kranz aus langen Strähnen um das Gesicht herum. Die Frisur drückte die Zugehörigkeit zur Skinhead-Kultur aus und sollte eine Abgrenzung von weiblichen Schönheitsnormen signalisieren. Auch und besonders die rechten Skinheads pflegten in der Regel ein antiquiertes wie sexistisches Frauenbild: Frauen galten als nicht gleichberechtigt, sondern dem Mann und seinen Wünschen - sexueller und sonstiger Art - unterworfen. So sang z.B. die Skinheadband Radikahl: "Weiber sind bei uns nichts wert / Auch wenn man sie nicht gern entbehrt". (hk-01/2010) |
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