Atomkraft ist nicht klimaneutral und schon gar nicht umweltfreundlich, meint Robert Werner. Das Vorstandsmitglied der Greenpeace Energy eG hält die Nukleartechnologie für die gefährlichste und teuerste Art der Stromerzeugung.
Steigende Ölpreise, Importabhängigkeit beim Gas und klimapolitisch umstrittene Kohle: Eine verantwortungs- volle Energiepolitik muss die Kernenergie neu bewerten, glaubt Johannes Teyssen von der E.ON AG.
"Es ist sicherlich deutschlandweit möglich und wünschenswert, dezentrale Akteure in der Stromerzeugung zu stärken", sagt Dierk Bauknecht vom Öko-Institut e.V.
Nicht immer sei "small" auch "beautiful", meint Oliver Weinmann von der Vattenfall Europe AG. Biomasse-Mitverbrennung in bestehenden Kraftwerken sei besser fürs Klima.
Der Emissionshandel ist eines der wichtigsten Klimaschutz- instrumente in der EU, sagt Tilman Santarius. Sein Innovationspotenzial müsse aber verbessert werden.
Solange es keine belastbare internationale Vereinbarung zur Emissionsminderung gibt, müssen Industrieanlagen in der EU ihre Zuteilungen 100 Prozent kostenfrei erhalten, meint Joachim Hein vom BDI. Nur so ließen sich Wettbewerbsverzerrungen verhindern.
Weil die vier großen Unternehmen derzeit über 80 Prozent der deutschen Kraftwerkskapazitäten inne hätten und die Stromnetze besäßen, bestehe potentiell die Gefahr, dass sie an der Strombörse das Stromangebot künstlich kontrollieren, meint Claudia Kemfert vom DIW.
Wir haben auf dem deutschen Strommarkt einen intensiven Wettbewerb, sagt Hildegard Müller vom BDEW. In Deutschland herrsche ein Wettbewerb zwischen rund 1.100 Stromunternehmen und jeder Haushalt könne seinen Lieferanten frei wählen.
Braunkohle kann keinen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung leisten, denn das Verbrennen von Braunkohle setzt ungeheure Mengen an klimaschädlichem CO2 frei, sagt Thorben Becker von BUND.
Braun- und Steinkohle gelten mit Recht trotz der jüngsten Preisanstiege am Kohleweltmarkt als relativ günstige fossile Energieträger, sagt Franz-Josef Wodopia, Hauptgeschäftsführer und Vorstandsmitglied des Gesamtverbands Steinkohle.
Die vollständige Umstellung auf Sonne, Wind, Wasser, Bioenergie und Geothermie wird noch in diesem Jahrhundert kommen, glaubt Björn Klusmann, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V.
Bislang konnten nur 30 bis 40 Prozent des Erdöls aus Erdöl-Lagerstätten gefördert werden; mit neuen Fördertechnologien kann die Ausbeute verdoppelt werden, so Jörg Adolf, Chefvolkswirt der Shell Deutschland Oil GmbH.