Konfliktstoff Kopftuch

Islamische Organisationen im Überblick


22.12.2004
Die Organisierung des Islam hat von Beginn der 1980er Jahre an stark zugenommen und unterlag zugleich einem stetigen Wandel. Der Weg führte von den "klassischen" "Hinterhofmoscheen" zu einem Netzwerk von Moscheevereinen und islamischen Verbänden.

Institutionalisierung und Organisierung des Islam haben von Beginn der achtziger Jahre an stark zugenommen und unterlagen zugleich einem stetigen Wandel. Der Weg führte von den "klassischen" Ausländervereinen und "Hinterhofmoscheen" zu einem Netzwerk von Moscheevereinen und islamischen Verbänden, die gegenüber ihrer Klientel und der deutschen Mehrheitsgesellschaft deutlich an Gewicht gewonnen haben. Sie erheben den Anspruch, Muslimen ein "ganzheitliches" Dienstleistungsangebot bereit zu stellen: Religiöse, soziale, kulturelle Beratung und Betreuung, Organisation von Freizeitaktivitäten (z.B. auch Sportvereine), Rechtshilfe, Bildung, Ausbildung von theologischem Fach- und Führungspersonal, Mission und politische Interessenvertretung.

In den letzten Jahren sind zahlreiche neue muslimische Organisationen entstanden, bestehende Organisationen haben sich zu mehreren ausdifferenziert. Sie richten sich auf spezifische Zielgruppen der muslimischen Minorität: Unternehmer, Intellektuelle, Studenten, Frauen, Jugendliche, etc. Beispiele sind "MÜSIAD Berlin – Verband Unabhängiger Industrieller und Unternehmer" , die "Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler" (GMSG), das "Zentrum Islamische Frauenforschung" (ZIF), der "Deutschsprachige Muslimkreis" (DMK), die "Muslimische Jugend Deutschlands" (MJD), der "Bund Muslimischer Pfadfinder e.V.", der Verein "Inssan für Kulturelle Interaktion e.V" oder das "HUDA Netzwerk Muslimischer Frauen". Das Führungspersonal dieser Gruppen besteht nicht selten aus Migrantinnen und Migranten der zweiten Generation, es sind Bildungsaufsteiger, selbstbewusst und politisch aktiv. In ihnen finden wir auch eine wachsende Zahl von Konvertitinnen und Konvertiten. Sie fungieren vielfach als "gatekeeper" in der Kommunikation zwischen den Funktionären der ersten Generation und der Mehrheitsgesellschaft. Ihre Vertrautheit mit Sprache und heimischen Kulturen und ihr Bildungsniveau prädestiniert sie zu Aktivisten und Sprechern. Sie spielen auch eine gewichtige Rolle in der theologischen und politischen Bildung der zweiten muslimischen Migrantengeneration und jüngerer Konvertiten.

Nichtsdestotrotz sind nur ca. 15 bis 30% der Muslime in Deutschland "organisiert", d.h. haben sich in Moscheevereinen, Föderationen und Verbänden zusammengeschlossen.

Die folgende Übersicht benennt die wichtigsten Organisationen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Keine der genannten Organisationen kann Anspruch auf Vertretung aller Muslime erheben.

  • PDF-Icon Übersicht Islamischer Gruppen (PDF-Version: 115 KB)



     
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