Heinrich Oberreuter stand 1968 auf der anderen Seite der Barrikaden. Vor allem die Forderung nach einer Demokratisierung der Universitäten sowie die Abschaffung des Leistungsprinzips und die Förderung revolutionärer Prozesse an den Hochschulen waren ihm ein Dorn im Auge.
Gerd Poppe erlebt das Jahr 1968 in der DDR. Eingeschlossen in einem autoritären Staat bringt er der antiautoritären Studentenbewegung im Westen große Sympathie entgegen. Und der Prager Frühling weckt die Hoffnung auf Veränderungen auch in der DDR.
Im Video-Interview mit der bpb erzählt der Publizist und Bürgerrechtler Petr Uhl von der Atmosphäre des Prager Frühlings, den Hoffnungen der Menschen, der Verbindung zu 1989 und welche Rolle 68 bei seinen Landsleuten heute noch spielt.
Joachim Lautensack begann seine Ausbildung zum Polizisten 1971. In Absperrlinien stand er Demonstranten gegenüber, die genauso jung waren wie er, auf die gleiche Musik abfuhren und sich gegen autoritäre Erzieher und verstaubte Werte auflehnten.
Transkript: "Mythos 1968"
Wie wirkt der "Mythos 1968" heute nach? Der Politikwissenschaftler Gerd Langguth und der Autor Reinhard Mohr chatteten am 3. Juni 2008, 13 Uhr bis 14:30 Uhr, über den "Mythos 1968".