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Grundlagen

Akteure der kulturellen Bildung


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Wolfgang Schneider
Kulturelle Bildung hat viele Akteure. Dazu zählen die zahlreichen Kulturverbände und ihre freien Träger, die Institutionen der Kultur und Weiterbildung, Politik auf verschiedenen Ebenen. Und natürlich die Menschen, die teilhaben: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Künstler/innen.

Peter Voerman
Theaterprobe. Foto: Peter Voerman / www.flickr.com by-nc/2.0

Einleitung

Kulturelle Bildung hat zum Ziel, Menschen durch die Auseinandersetzung mit künstlerischen Ausdrucksformen an den Umgang mit Kunst und Kultur heranzuführen, ihr Verständnis für künstlerische und kulturelle Phänomene zu fördern sowie künstlerische Techniken zu vermitteln. Das kommt nicht von ungefähr, das ist integraler Bestandteil der Kulturlandschaft in Deutschland, die sich durch kultur- und bildungspolitisches Engagement entwickelt. Dieses Engagement initiieren und betreiben die staatliche und kommunale Politik in den Parlamenten, Regierungen und Verwaltungen, aber auch die freien Träger der Kulturvereine, -verbände und -netzwerke sowie die privaten und öffentlichen Kulturbetriebe und die Institutionen der Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Zur Person
Prof. Dr. Wolfgang Schneider
Direktor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim; 2001-2009: Dekan des Fachbereichs "Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation"; 2003-2007: Sachverständiges Mitglied der Enquête-Kommission "Kultur in Deutschland" des Deutschen Bundestages und u.a. als Berichterstatter zuständig für "Kulturelle Bildung".

Bundespolitische Akteure

Kulturelle Bildung wird zunehmend ein relevanter Politikbereich, der sich auch in den Strukturen der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik abbilden lässt. In den Bundesministerien für Bildung und Forschung sowie für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gibt es jeweils ein Referat für "Kulturelle Bildung" und seit kurzem auch beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt. Letzterer hat 2009 sogar einen Preis für "Kulturelle Bildung" ausgeschrieben und verliehen. Die bildungspolitischen Aufgaben des Bundes beziehen sich vor allem auf Projekte und Programme zur wissenschaftlichen Begleitung von kultureller Bildung und auf zahlreiche Wettbewerbe, wie zum Beispiel das "Treffen Junge Musik-Szene", das "Theatertreffen der Jugend" oder das "Treffen Junger Autoren", welche die Preisträger zu Festivals mit Arbeitsgruppen in Berlin zusammenführen. Die jugendpolitischen Aktivitäten des Bundes im Kinder- und Jugendplan unterstützen die Träger der kulturellen Bildung in allen Kunstsparten und ermöglichen Weiterbildungsprojekte, Wettbewerbe und Austauschprogramme, wie etwa das "Deutsche Kinder- und Jugendtheater-Treffen" (alle zwei Jahre in Berlin), den "Deutschen Jugendliteraturpreis" (jährlich im Rahmen der Frankfurter Buchmesse) oder den "Kompetenznachweis Kultur".

Der Deutsche Bundestag hat durch die Einsetzung einer Enquête-Kommission einen Bericht zur "Kultur in Deutschland" in Auftrag gegeben, der 2007 auch mit einer Bestandsaufnahme und zahlreichen Handlungsempfehlungen zur kulturellen Bildung veröffentlicht wurde: "Die Enquête-Kommission empfiehlt Bund, Ländern und Kommunen, in die Kulturelle Bildung zu investieren; insbesondere in der Früherziehung, in der Schule, aber auch in den außerschulischen Angeboten für Kinder und Jugendliche sollte Kulturelle Bildung gestärkt und schwerpunktmäßig gefördert werden. Kulturelle Bildung ist unverzichtbarer, integraler Bestandteil von Bildung wie von Kultur und eine Querschnittsaufgabe verschiedener Politikfelder." (Kultur in Deutschland, S. 546)

Kulturelle Bildung ist in der Bundespolitik auch im Auswärtigen Amt identifizierbar, schwerpunktmäßig in der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, die zu einem großen Teil von sogenannten Mittlerorganisationen wie z.B. dem Goethe-Institut in fast allen Ländern der Welt zur Vermittlung eines Deutschlandbildes und der deutschen Sprache sowie zum interkulturellen Dialog und zur künstlerischen Zusammenarbeit betrieben wird.


23. Juli 2009

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