Fußball verbinde die Menschen vor allem in Afrika, in dessen Staaten unterschiedliche Stammesgruppen zusammenleben, erläutert im Video-Interview Essohanam Comla Paka, Botschafter der westafrikanischen Republik Togo. Auf diesem Weg könne ein nationales Gefühl der Zusammengehörigkeit entstehen.
Ghana feiert seine WM-Premiere in Deutschland. Die Fans des mehrmaligen Afrika-Cup-Gewinners werden natürlich mitfiebern, wenn "ihre" Fußball-Nationalmannschaft an den Start geht, weiß Botschafter Rowland Issifu Alhassan.
Das Interview wurde in englischer Sprache geführt.
Früher sei es normal gewesen, dass afrikanische Fußballer auch nur auf ihrem Kontinent spielten, meint Andrews Owusu, Erster Sekretär der Botschaft Ghanas. Doch heute könne man viele Topspieler vorweisen, die in den europäischen Spitzenligen spielten.
Das Interview wurde in englischer Sprache geführt.
Für großes Aufsehen sorgte Adebowale Ogungbure, nigerianischer Fußballer beim FC Sachsen Leipzig, als er bei einem Oberligaspiel den Fans des gegnerischen Halleschen FC den Hitlergruß zeigte. Seine heftige Reaktion beruhte auf zahlreichen rassistischen Beleidigungen und tätlichen Handlungen, die er während und nach dem Spiel erdulden musste. Die Staatsanwaltschaft Halle stellte daraufhin Strafanzeige gegen den Fußballspieler, weil er das Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation verwendet hatte, stellte das Verfahren wenig später jedoch wieder ein.
Kamerun, Nigeria oder Südafrika? Die großen Fußballnationen Afrikas fehlen diesmal bei der WM, so Hervé Tcheumeleu im Video-Interview. Für den kamerunischen Journalisten steht dennoch fest, dass sich etwas bewegt im afrikanischen Fußball mit der Teilnahme "kleinerer" Staaten wie Togo oder Angola.
Geht es um die Chancen der afrikanischen Fußball-Mannschaften während der WM, sieht Leopold Tumene die Elfenbeinküste als Favoriten. "Sie spielen auf hohem Niveau", und die meisten Spieler seien auch in ihren verschiedenen europäischen Klubs sehr erfolgreich."
Fußball spiele eine friedensstiftende und konfliktbereinigende Rolle, sagt Harald Ganns im Video-Interview. Der ehemalige Afrikabeauftragte der Bundesregierung ergänzt jedoch, dass Fußball als Sportart diese Aufgabe niemals alleine bewältigen könne.
Seit den 1960er-Jahren engagiert sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in Afrika und Asien, erklärt Peter Fischer. Mit Hilfe von Langzeitprojekten
konnten im Ausbildungsbereich von Trainern große Fortschritte erzielt
werden. Aber auch der DFB profitierte seinerzeit von dem System.