
 |
Klimasystem
 |
 |

Das Wetter der Zukunft |
|
|
Auswirkungen des Klimawandels auf das Ökosystem und den Menschen |
| Ina Schaefer |
Einführung
 |
 |
 |
 |
Ein Zukunftsszenario? Ein Beispiel für mögliche Klimaauswirkungen war das Hochwasser der Elbe 2002, hier in Meissen nahe Dresden. Foto: AP
|
 |
|  |
 |
Hurrikane, Hochwasser, Dürreperioden und Hitzewellen. So lauten einige der prognostizierten Folgen des Klimawandels. Bereits in den letzten Jahren konnten vereinzelt Wetterextreme beobachtet werden, wie beispielsweise der Hitzesommer 2003. In diesem Sommer wurde an der Station Karlsruhe an 16 Tagen Temperaturen von über 36 Grad Celsius gemessen. In Europa starben etwa 30.000 Menschen in Folge der großen Hitze.
Ein weiteres Beispiel für Wetterextreme ist der Hurrikan Katrina aus dem Jahr 2005. Zunächst wurde Katrina als gemäßigter Hurrikan der Stufe 1 bewertet, jedoch mit zunehmenden Windgeschwindigkeiten auf 280 km/h wurde Katrina zu einem Hurrikan der Stufe 5 (mit der Kategorie fünf werden die heftigsten tropischen Wirbelstürme bezeichnet) mit einer massiven Zerstörungskraft.
|
 |
Zur Person |
 |
 |
 |
 |
Ina Schaefer geb. 1977, Studium der Geografie, Wissenschaftliche Assistenzkraft der Forschungsgruppe Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie.; Forschungsschwerpunkte: Strategien für nachhaltige Entwicklung, nachhaltige Lebensstile, Bildung für Nachhaltigkeit.
|
 |
 |
 |  | Wetterextreme und Klimawandel
Bisher gibt es noch keinen endgültigen Nachweis, dass der globale Klimawandel in einem Zusammenhang mit dem verstärkten Auftreten von extremen Wetterereignissen steht. So kann die Hitzewelle von 2003 ebenso aus natürlichen Klimaschwankungen heraus entstanden sein. Erst wenn solche Ereignisse verstärkt auftreten und über einen längeren Zeitraum beobachtet werden, kann von einer signifikanten statistischen Häufung gesprochen werden, die wiederum als Beleg für klimatische Veränderungen dienen kann. Die Abbildung 1 zeigt eine deutliche Zunahme dieser Ereignisse in dem Zeitraum von 1985 bis 2000 mit zum Teil massiven Auswirkungen. Es wird aber auch deutlich, dass es immer wieder einzelne Jahre mit extremen Katastrophen gegebenen hat, wie beispielsweise im Jahr 1976.
 |
 |
 |
 |
Die Zunahme von Großkatastrophen weltweit (1950-2004). Quelle: Germanwatch 2008: 25
|
 |
|  |
 |
Die verschiedenen Wetterextreme, deren Entstehung und deren Zusammenhang mit dem Klimawandel sind jedoch grundsätzlich zu unterscheiden. Wenn die Durchschnitts- temperatur steigt, kann daraus sowohl eine regionale Zunahme von Starkregen als auch Trockenheit und Dürre resultieren. Anders ist dies bei Stürmen, deren Entstehung noch mit anderen Faktoren, z.B. dem Luftdruck, zusammenhängt.
Überblick über Wetterextreme im Zusammenhang mit Klimaveränderungen und deren Folgen
Was gibt es für Wetterextreme, wie entstehen sie, mit welcher Häufigkeit und Folgen und welche Regionen sind besonders betroffen? Einen Überblick gibt die folgende Auflistung:
Tropische Wirbelstürme (Hurrikane, Taifune, Tropenstürme)
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es Aufzeichnungen über die Anzahl der tropischen Wirbelstürme im atlantischen Raum. Der Rekord lag einst im Jahr 1887 mit 17 Stürmen. Ab den 1930er Jahren zeigt sich eine steigende Tendenz der Anzahl an Wirbelstürmen. Mit 21 Wirbelstürmen wurde 1933 ein neuer Rekord erreicht, der erst wieder im Jahr 2005 mit 28 Wirbelstürmen gebrochen wurde. Zusätzlich zu der steigenden Zahl an Hurrikanen wird auch eine zunehmende Intensität beobachtet, insbesondere von Hurrikanen der Kategorie drei bis fünf.
Für die Entstehung von solchen Stürmen sind bestimmte Voraussetzungen notwendig. Eine wichtige ist die Meerestemperatur, die bei über 26,5 Grad Celsius liegen muss. Für den Sommer 2005 wurden Meeresoberflächentemperaturen ermittelt, die um bis zu zwei Grad Celsius höher waren als im langjährigen Mittel. Zwar ist dies noch kein Beweis dafür, dass die Erderwärmung zur Intensivierung der tropischen Wirbelstürme über dem Atlantik beiträgt, jedoch konnten im Pazifischen und Indischen Ozean ähnliche Temperaturveränderungen beobachtet werden. Ein Zusammenhang ist also plausibel.
Menschliche Eingriffe können nicht die Ursache eines einzelnen Sturms sein. Nach jüngsten Erkenntnissen lässt sich jedoch die Zunahme der Intensität und Zerstörungskraft auf die Erderwärmung zurückführen. Die Länder Mittelamerikas und die Westkaribik gehören bereits heute zu den hauptbetroffenen Regionen.
10. Juli 2008 |
 |
1 / 2 |
 |
|
|

|
 |
 |
Informationen zur politischen Bildung |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Umweltpolitik
Treibhauseffekt, Nahrungsmittelknappheit und das Wachstum der Erdbevölkerung: Die Welt steht vor großen umweltpolitischen Herausforderungen. Politiker, Medien und Umweltaktivisten diskutieren mögliche Lösungen für diese und weitere Probleme. Wie kann der Mensch das System Erde schützen? Das Heft gibt Antworten. |
 |
|
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
Aus Politik und Zeitgeschichte |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Klimawandel
Der Klimawandel stellt die Menschheit vor eine riesige Herausforderung. Ende 2010 wird sich die Welt in Cancún (Mexiko) versammeln, um über ein neues Klimaabkommen zu verhandeln. |
 |
|
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
Schriftenreihe |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Dreck
Verbrauchen wir den Boden schneller, als er sich regeneriert? Eine Zivilisation überlebt nur, wenn sie Erde wie ein wertvolles Erbe behandelt. Die Kulturgeschichte des Bodens plädiert für einen nachhaltigen und respektvollen Umgang mit dieser Ressource. |
 |
|
 |
 |
 |
|
 |
 |

|