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Geschichte
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Angelo Soliman und seine Freunde im Adel und in der geistigen Elite |
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| Monika Firla |
3. Solimans Freunde im Einzelnen
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Angelus Solimanus, 2.Hälfte im 18. Jhdt., Mezzotinto © Provenienz der Darstellung Wien Museum
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Da Soliman jahrzehntelang in Wien lebte, muss sein Freundeskreis sehr groß gewesen sein. Diesen im Einzelnen zu dokumentieren, erfordert eine langwierige Suche in Archiven und Bibliotheken, der sich leider kaum jemand unterzieht. Doch einige Personen sind bereits identifiziert. Zu Solimans Freunden aus dem Adel gehörte z.B. der Feldherr und spätere Kriegsminister Graf Franz Moritz von Lacy (1725-1801). In einem Antwortbrief aus dem Jahr 1761 nennt er Soliman mehrfach "mein lieber Angelo" und er versichert ihm:
"Ihr wisst, mein lieber Angelo, dass es mir unmöglich ist, Euch etwas abzuschlagen, wenn die Mittel, Euch eine Gefälligkeit zu erweisen, von meinem guten Willen abhängen [...]."
Wegen seiner militärischen Verdienste
erfreute sich Soliman bei Lacy eines solchen Einflusses, dass er ihm einen jungen Mann für eine Fähnrichstelle empfehlen konnte.
Ignaz von Born (1742-91) wiederum war ein international anerkannter Bergbaufachmann und Schriftsteller. Seit 1777 verwaltete er das k.k. Naturalienkabinett Kaiserin Maria Theresias. Zu seiner Zeit galt er als einer der drei führenden Köpfe Wiens. Auch mit ihm war Soliman befreundet
und durch seinen Vorschlag wurde Born 1781 in die Wiener Elite-Freimaurerloge "Zur wahren Eintracht" aufgenommen. Kurze Zeit später wählte man Born zu ihrem Vorsitzenden. Er machte sie im Anschluss zu einem wissenschaftlichen Zentrum Wiens und holte Soliman in ihren Vorstand, wo er die neuen Mitglieder prüfte und später Vize-Zeremonienmeister wurde. Freundschaftlich verbunden war Soliman auch der Jurist und spätere Universitätsprofessor Johann Anton Mertens, der ihn um 1784/85 in einem Brief als "Bester Freund!" anredet
und ihn ehrerbietig bittet, seine Aufnahme in die schon genannte Freimaurerloge zu befürworten. Als Gegenleistung versichert er Soliman:
"Meine Dankbarkeit für diese mir erzeigte Gefälligkeit wird seyn, daß ich jede Gelegenheit ihnen einen Gegendienst zu erweisen benutzen, auch durch mein Betragen ihnen nie eine Ursache geben werde, diese für mich übernommene Mühe zu bereuen. Ich bin Ihr
Aufrichtiger Freund u. Diener
Joh. Anton Mertens"
30. Juli 2004 |
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