Dossierbild zum Spezial Kino in Europa

Kino in Europa

Deutsche lieben Heimatfilme, Liebeskomödien kommen meist aus Frankreich und James Bond arbeitet im Dienste der britischen Majestät: Jedes europäische Land schreibt seine eigene Filmgeschichte. Vereinzelt werden nationale Kinofilme auch außerhalb der jeweiligen Landesgrenzen zu großen Erfolgen. Beispiele sind das deutsche DDR-Drama "Das Leben der Anderen" oder die französischen Komödien "Die fabelhafte Welt der Amélie" und "Willkommen bei den Schtis".

Filme geben Einblick in die Lebenswirklichkeit anderer Länder. Sie tragen dazu bei, dass wir unsere Nachbarn besser kennenlernen. Was wüssten wir schon ohne Filme wie "Adams Äpfel" oder "Dänische Delikatessen" über den Humor dänischer Filmemacher? Was wüssten unsere europäischen Nachbarn über das Leben junger Deutscher mit türkischen Wurzeln ohne Filme wie "Gegen die Wand" und "Auf der anderen Seite" von Fatih Akin? Filme können auch global funktionieren, wie die Erfolge der James Bond-Filme eindrucksvoll belegen. Welche Bedeutung haben europäische Filmproduktionen? Was macht das Kino in Europa aus?

Die österreichische Schauspielerin Romy Schneider (im Vordergrund) und Helmut Berger am Set während der Dreharbeiten zu "Ludwig II." (Regie: Luchino Visconti) in Bayern.

Spezial: Kino in Europa

Geschichte wiederholt sich

Rainer Werner Fassbinder und Wim Wenders, Caroline Link und Doris Dörrie: Namen die den Film in Deutschland entscheidend geprägt haben. Wie hat sich das deutsche Kino seit den 1970er Jahren entwickelt? Wer ist der eigentliche Star des deutschen Films? Michael Althen über Erfolge und Misserfolge. Weiter...

Der spanische Regisseur Pedro Almodovar zeigt der applaudierenden Menge seinen Prinz von Asturien-Preis für Kunst, den er aus den Händen Prinz Felipes von Spanien und Asturien im Rahmen einer Feierstunde in Oviedo erhielt.

Spezial: Kino in Europa

Spanien jenseits von Almodóvar

Pedro Almodóvar ist der Meister des spanischen Kinos: Seine Filme sind oft provokativ und spielen mit den Geschlechterrollen. Daneben hat sich ein Kino der leiseren Töne entwickelt. Alejandro Amenábar gewann mit dem Drama "Das Meer in mir" 2005 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Weiter...

Die italienische Schauspielerin Claudia Cardinale spielt mit einem Revolver  in einer Szene von "Once Upon a Time in the West" (Regie: Sergio Leone, 1968).

Spezial: Kino in Europa

Das italienische Gegenwartskino

Von 1950 bis 1980 brummte der Motor der italienischen Filmindustrie. Federico Fellini und Co. feierten ihre Welterfolge in Serie. Mit dem Siegeszug des Privatfernsehens begann schließlich das Kinosterben. Und von dieser Krise hat sich "Cinecittà" bis heute nicht erholt. Weiter...

Nicht genau datiertes Bild aus dem Jahr 1972: Der britische Schauspieler Roger Moore als Agent 007, James Bond, bei Dreharbeiten auf einem Klappstuhl sitzend mit Pistole in der Hand. Moore gab den James Bond in insgesamt sieben Filmen.

Spezial: Kino in Europa

Das britische Gegenwartskino

Das britische Kino ist bekannt für Blockbusterfilme wie "James Bond" und "Bridget Jones". Trotzdem feiern kleinere Filmproduktionen wie "Billy Elliot" und "Kick it like Beckham" immer größere Erfolge. John Hill erklärt, welche Bedeutung der staatlichen Filmförderung dabei zukommt. Weiter...

Schwarz-Weiß-Foto (nicht genau datiert!): Szene aus dem Fellini-Film "La Dolce Vita" (1960): Die italienische Schauspielerin Anita Ekberg (links) als Sylvia Rang und Schauspieler Marcello Mastroianni (rechts) als Journalist Marcello Rubini, sich bei den Händen haltend.

Spezial: Kino in Europa

Der Glanz einer Illusion

Französische und italienische Regisseure wie Godard und Truffaut, Rossellini und Pasolini haben Filmgeschichte geschrieben. Wer sind die Autoren europäischer Filme? Was bedeuten nationale Stereotype für das Kino in Europa? Gibt es ihn überhaupt - den europäischen Film? Weiter...

Ein Mitarbeiter bereitet eine Filmrolle bei dem 55. Film-Festival von San Sebastian für die Filmvorführung vor.

Spezial: Kino in Europa

Kommunikation und Identität

Das Kino macht es möglich: Nationale Grenzen verschwinden, die Zuschauer können für die Dauer eines Films in die Gedanken und Gefühle eines anderen Landes eintauchen. Der Reiz des europäischen Films liegt in den Unterschieden. Was macht einen Film britisch, deutsch oder französisch? Weiter...

Marktanteile am Verleihumsatz 1998 bis 2007 in Deutschland. Quelle: SPIO e.V.; VDF

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Marktanteile am Verleihumsatz in Deutschland

Durch den Verleih von Filmen an deutsche Kinos erzielten die Verleihunternehmen im Jahr 2007 einen Umsatz von rund 307 Millionen Euro. Der Marktanteil des deutschen Films am gesamten Verleihumsatz sank dabei von 21,5 Prozent im Jahr 2006 auf 15,1 Prozent im Jahr 2007. Weiter...

Videointerview: Harun Farocki

Vom Umgang mit Bildern

Harun Farocki ist Künstler und Dokumentarfilmer. In seinen Filmen stellt er gängige Bilder in Frage. Er möchte den Zuschauer sensibilisieren: Welche Details verstecken sich auf einem Bild? Im Interview erklärt Farocki, welche Bedeutung das Werk anderer Filmemacher für ihn hat. Weiter...

Videointerview: Wim Wenders

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Europa bleibt ein Traum jenseits politischer und wirtschaftlicher Realitäten. Nur das Kino könne diesen Traum des friedlichen Europas in Emotionen umwandeln. Im Videointerview erklärt Wim Wenders, welche Rolle der Film für das Projekt Europa spielt. Weiter...

 

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Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden. Weiter...