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Hintergrund aktuell (09.11.2007)
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18 Jahre Mauerfall9. November 1989 gegen Mitternacht. Tausende Menschen strömen über die
Grenzübergänge in Berlin von Ost nach West. Die friedliche Revolution hat
ihren Höhepunkt erreicht: Nach 28 Jahren fällt die Mauer.
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Berliner feiern vor dem Brandenburger Tor den Fall der Berliner Mauer. Foto AP
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Nur wenige Stunden zuvor hatte Politbüromitglied Günter Schabowski vorzeitig
eine neue Reiseregelung bekannt gegeben: Jedem DDR-Bürger war demnach die
Einreise in den Westen erlaubt - "sofort", lautete die Antwort Schabowskis
auf die Nachfrage der Journalisten, wann die neue Regelung in Kraft trete.
Bei dem Papier handelte es sich aber lediglich um eine Vorlage der
SED-Führung und keinen endgültigen Beschluss - was Schabowski zum damaligen
Zeitpunkt nicht wusste.
Ein Großteil der Menschen erfuhr von Schabowskis Erklärung erst mehrere
Stunden später in den Nachrichten. Tausende Ostberliner drängten an die
Grenzübergänge. Nachdem die Grenzbeamten am Übergang Bornholmer Straße den
Schlagbaum öffneten, gab es in der ganzen Stadt kein Halten mehr - die Mauer
war offen, jeder konnte in den Westteil der Stadt fahren. Jetzt wachse
zusammen, was zusammen gehöre, erklärte der frühere Bundeskanzler Willy
Brandt einen Tag später auf einer kurzfristig einberufenen Versammlung vor
dem Schöneberger Rathaus, die Zusammenführung der Ost- und Westdeutschen sei
nun nicht mehr aufzuhalten.
Aber wie weit ist 18 Jahre nach dem Mauerfall die viel beschworene "innere
Einheit" vorangeschritten? TNS Infratest und das Nachrichtenmagazin "Der
Spiegel" befragten dazu Ende Oktober bundesweit 1.000 Bürger. Die Studie
nimmt die unterschiedlichen Generationen in den Blick: 500 der Befragten
sind im Alter von 35 bis 50 Jahre, die andere Hälfte zwischen 14 und 24
Jahre. Dabei sieht die jüngere Generation mehr Gemeinsamkeiten zwischen Ost
und West als die Altersgruppe der 35- bis 50-Jährigen. Die Frage, ob sich
junge Ost- und Westdeutsche noch voneinander unterschieden, bejahten 67
Prozent der Befragten zwischen 14 und 24 Jahren, bei den Älteren waren es 82
Prozent. Trotzdem glaubt nur ein Viertel der jungen Generation aus
Westdeutschland, dass die Einheit in weniger als fünf Jahren vollendet sei,
bei den Ostdeutschen war es sogar nur ein Fünftel - noch pessimistischer ist
die Elterngeneration: nur zwölf bzw. vier Prozent glauben an das schnelle
Erreichen der Einheit.
Am Freitag, dem 18. Jahrestag des Berliner Mauerfalls, berät der Bundestag
in erster Lesung über einen Antrag der Großen Koalition für ein
Einheitsdenkmal. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) bezeichnete ein
solches Denkmal für Freiheit und Einheit als "symbolischen Treffpunkt
unserer Demokratie" und als "längst überfällig". Zwar gebe es zahlreiche
Mahnmale in Berlin, die an die zwei Diktaturen in Deutschland erinnerten,
keines jedoch widme sich der Einheitsgeschichte, so Lammert. Unklar ist
zudem noch, ob das Denkmal in Berlin oder Leipzig stehen soll. Die
sächsische Stadt war Ausgangspunkt der "Montagsdemonstrationen", die
maßgeblich zum friedlichen Umsturz am 9. November 1989 beigetragen haben.
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09. Februar 2012
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Chronik der Mauer
1961 bis 1990: Die Chronik zeichnet die gesamte Geschichte der Mauer nach, in Text, Bild, Film, Ton, Dokumenten und Interviews mit Zeitzeugen. |
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