Die Verwendung dieser Karikatur ist honorarpflichtig.
Bei einer niedrigen Geburtenrate ist zwar die Belastung durch Leistungen an die Jüngeren niedrig, aber die Belastung durch die Leistung an die Älteren ist dann um so höher, weil diese Leistungen durch eine mittlere Generation erbracht werden müssen, die infolge der niedrigen Geburtenrate relativ wenige Mitglieder hat. Die Belastung der mittleren Generation pro Kopf ihrer Mitglieder lässt sich durch den Jugendquotienten (Zahl der unter 15-Jährigen auf 100 Menschen von 15 bis 65 Jahren) und den Altenquotienten (Zahl der 65-Jährigen auf 100 Menschen von 15 bis 65 Jahren) angeben. Die Summe aus Jugend- und Altenquotient wird mit dem Begriff Unterstützungsquotient bezeichnet.
Deutschland hatte im Jahr 2000 einen Altenquotient von 23, das heißt auf eine Gruppe von 100 Menschen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren entfielen 23 Menschen im Alter von 65 und mehr. Bei einer Geburtenzahl von zwei Kindern pro Frau betrüge der Altenquotient bis 2050 36,8 und bei drei pro Frau 21,3.
Bei Konstanz der Kinderzahl auf dem gegenwärtigen Niveau von 1,4 je Frau und konstanter Sterblichkeit bzw. Lebenserwartung würde der Altenquotient (ohne Einwanderungen Jüngerer) auf 57,3 steigen, sich also mehr als verdoppeln.