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Dossier bpb.de

Dossier Afrika

Die digitale Kluft überwinden

Informations- und Kommunikationstechnologien in Afrika
Carsten Friedland
Inhalt
Afrika und die digitale Kluft: Fakten und Hintergründe
Die Überwindung der digitalen Kluft: Trends und Chancen
Afrika und die digitale Kluft: Fakten und Hintergründe

Der Begriff der digitalen Kluft entstand Mitte der 1990er Jahre
IT-Expertin in einem SAP Forschungslabor in Pretoria/ Südafrika © Carsten Friedland
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IT-Expertin in einem SAP Forschungslabor in Pretoria/ Südafrika © Carsten Friedland
und beschreibt den ungleichen Zugang verschiedener Bevölkerungsgruppen zu Informations- und Kommunikations-Technologien (IKT) im nationalen, regionalen und internationalen Vergleich. Die Formulierung steht für die Annahme, dass jenseits der rasanten technologischen Fortschritte einer großen Anzahl von Menschen der Zugang zu diesen Technologien und den damit verbundenen Möglichkeiten verwehrt bleibt.

Zur Person
Carsten Friedland ist 1975 in Südafrika geboren. Er studierte Wirtschaftsinformatik und Informatik in Pretoria und Karlsruhe und ist seitdem als Software-Entwickler tätig. Daneben absolviert er eine berufsbegleitende Promotion am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn. Internet: www.zef.de

Afrika verzeichnet im weltweiten Vergleich einen merklich eingeschränkten Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien.
Telefonanschlüsse und Internetzugänge im weltweiten Vergleich
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Telefonanschlüsse und Internetzugänge im weltweiten Vergleich. © C. Friedland
So steht südlich der Sahara nur rund fünf Prozent der Bevölkerung ein Festnetz- oder Mobiltelefonanschluss zur Verfügung. Ähnlich niedrige Zugangszahlen gibt es ansonsten nur noch im Pazifik und in Südasien. Gleichzeitig existieren gewaltige Unterschiede innerhalb Afrikas: Während in Nordafrika um die 15 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger einen Telefonanschluss besitzen, gehören Länder wie Botswana mit 37 Prozent oder Südafrika mit 41 Prozent zu den Spitzenreitern des Kontinents und liegen um ein vielfaches über dem gesamtafrikanischen Durchschnitt von ungefähr acht Prozent. Die eingesetzten Technologien unterscheiden sich auch zum Teil erheblich. Während die Satellitenübertragung in nordafrikanischen Ländern für das Fernsehen eine wichtige Rolle spielt, hat sie in vielen Ländern südlich der Sahara kaum eine Bedeutung.

Es ist anzunehmen, dass sich die verschiedenen Ausprägungen der digitalen Kluft erheblich in dem Maße vergrößern, in dem Informationen und ihre Übertragung weltweit an Bedeutung gewinnen. Immer mehr Wirtschaftszweige beschäftigen sich vornehmlich mit dem Sammeln sowie der zeitnahen Verarbeitung von Informationen. Selbst in herkömmlichen Unternehmen finden moderne Technologien zahlreiche Anwendungen, beispielsweise durch den Vertrieb von Produkten über das Internet. Die negativen Folgen für die marktwirtschaftliche Aufstellung der von der digitalen Kluft betroffenen Länder sind daher beträchtlich.


05. Dezember 2005


 
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Die Kampagne "Gemeinsam für Afrika" hat vom 6. bis 17. November 2006 Afrika zum Thema in den Klassenzimmern gemacht. Angeboten wurde dazu unter anderem kostenloses Unterrichtsmaterial.
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