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Debatte: Verbotene Spiele?
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Wie gefährlich sind Spiele?
Tilo Hartmann
Nach jeder rätselhaften schweren Gewalttat von Jugendlichen sucht die Öffentlichkeit nach schnellen Erklärungen und Maßnahmen. So wird regelmäßig der Verdacht laut, "Killerspiele" hätten zur Tat verleitet. Einen direkten Weg von der virtuellen zur realen Gewalt gibt es nicht, darin ist sich die Forschung einig. Ein völlig harmloses Vergnügen sind stark gewalthaltige Spiele allerdings auch nicht. Wie groß ihr Einfluss auf aggressives Denken, Fühlen und Verhalten ist und wie wichtig andere Faktoren sind – darüber gehen die Meinungen in Wissenschaft und Öffentlichkeit heute auseinander. mehr... |
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 Henne oder Ei?

KUHL heißt die erste deutsche Langzeitstudie zur Frage, was zuerst da war: Aggressives Verhalten oder die Vorliebe für gewalthaltige Videospiele. Projektleiterin Maria von Salisch gibt einen Einblick in die Ergebnisse.
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 Gewaltspiele prägen die Phantasie

Die Flut von "Killerspielen" ist ein Indiz für schwere Defizite im tatsächlichen Leben. Ein Spiele-Verbot allein kann daher nicht die Lösung sein.
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 Jugendpolitik statt Verbotspolitik

Wer Gewalt unter Jugendlichen verhindern will, sollte deren soziale Situation verbessern und keine unsinnige Verbotsdebatte führen. Wichtiger als Gewaltspiele ist die Allgegenwart der Medien an sich.
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Ingrid Möller / Michael Kunczik
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 Chat-Transkript

Am 11. Oktober diskutierten Ingrid Möller und Michael Kunczik im bpb-Live-Chat 90 Minuten lang über die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von "Killerspielen" und Gewaltbereitschaft gibt.
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 "Gewalt wird als normal erlebt"

Der exzessive Konsum gewalthaltiger Spiele kann nachhaltig prägen: Er senkt Hemmschwellen, lässt Empathie und Hilfsbereitschaft verkümmern, so der Präsident des Deutschen Lehrerverbands.
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 Feindbild Computerspiel

Problematisch sind Gewaltspiele vor allem bei "High-Risk Players", also jungen Kindern und exzessiven Spielern. Missstände in der Gesellschaft bleiben aber die Hauptursache für Gewalt.
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 Mediengewalt erhöht Aggressionspotenzial

Der Konsum von Mediengewalt erhöht unterschwellig und langfristig aggressives Denken, Fühlen und Verhalten, und senkt auch Schulleistungen. Wichtiger als schärfere Gesetze ist aber die Duchsetzung der bestehenden.
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