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Demografischer Wandel in Deutschland

Leben mit der Leere

Bevölkerungsrückgang und wirtschaftlicher Strukturwandel können Regionen sichtbar verändern. Das kann positive Folgen haben, wie im Chemiedreieck von Bitterfeld, wo die Schließung umweltschädigender Produktionsanlagen auch mehr Lebensqualität brachte. Doch was bedeutet es für die Zurückbleibenden, wenn mit der Industrie auch Arbeitsplätze und "die Jugend" abwandern? Damit wird sich nicht nur das gesellschaftliche Leben ändern – es stellt sich auch die Frage, wie die zu groß dimensionierten Infrastrukturen finanziert werden können.

Hintergrund: W. Kil / M. Doehler / M. Bräuer

Zukunft der Städte und Stadtquartiere Ostdeutschlands

Die mit den Schrumpfungsprozessen ostdeutscher Städte verbundenen Probleme bergen neben Risiken auch Chancen. Die dem Vorgang innewohnende Ambivalenz zwischen Wertevernichtung und Zukunftsfähigkeit ist die Herausforderung der nächsten Jahre.

Hintergrund: Christine Hannemann

Stadtentwicklung ohne Wirtschaftswachstum

Schrumpfende Städte in Ostdeutschland stehen für eine Stadtentwicklung, für die es keine bewährten Bewältigungsstrategien gibt. Die Lösung des Problems durch Rückbau, d.h. den Abriss von Plattenbauten, greift zu kurz.

Panorama: Wolfgang Tiefensee

Zwischen Schrumpfung und Wachstum

Die aktuelle Entwicklung der Stadt Leipzig lässt sich mit dem Bild einer bipolaren Stadt beschreiben, in der Schrumpfungs- und Wachstumsprozesse parallel verlaufen und sich gegenseitig beeinflussen.

Panorama: Marc Bose und Peter Wirth

Gesundschrumpfen oder Ausbluten?

Die Region um Johanngeorgenstadt in Sachsen zählt zu den deutschen Extremschrumpfungsgebieten. Wohnungsleerstand, die Schließung von Schulen und leere Kassen belasten die Kommunen. Ist unter diesen Bedingungen alle Mühe vergebens, oder gibt es auch die Möglichkeit, sich gesundzuschrumpfen?

Positionen: Wolfgang Kil

Wenn Städte überflüssig werden

Welche Chancen hat sie noch, die schrumpfende Stadt? Die Hoffnung auf die Heilungskräfte des Marktes wird immer aussichtsloser. Kredite gibt es nur in Ausnahmefällen. Die Banken wissen: Wo die Menschen davonlaufen, verliert selbst Grund und Boden alle Heiligkeit.

Positionen: Albrecht Göschel

Der Forschungsverbund "Stadt 2030"

Die derzeitigen Probleme der Kommunalpolitik - vom demografischen Wandel bis zu neuen sozialen Ungleichheiten - waren vorhersehbar. Offensichtlich schließen jedoch die Sachzwänge des Alltags gerade in schwierigen Zeiten Zukunftsorientierung in aller Regel aus. Ziel des Forschungsverbundes "Stadt 2030" ist die Vermittlung dieses Zukunftsdilemmas.


 

Leerstehendes Gebäude in Leipzig. (Foto: Revilla)

Panorama: Stefanie von der Heide

Don Quijote und die Demografie

Warin teilt das Schicksal vieler Kleinstädte in Mecklenburg-Vorpommern. Obwohl idyllisch zwischen Seen und Wäldern gelegen, nahe der Landeshauptstadt Schwerin, droht die Kreisstadt mit stolzer Geschichte zu veröden.

Panorama: Wolfgang Kil

Mangelware Mieter

In Halle/Saale stehen 20 Prozent der Wohnungen leer, Eigentümer und Immobilienunternehmen liefern sich einen zähen Kleinkrieg um die Mieter. Koordinierter Rückbau und Stadtplanung bleiben auf der Strecke, denn: "Soviel Planwirtschaft ist in einer Marktwirtschaft einfach nicht vorgesehen."

Panorama: Sandra Schmid

Kreisverkehr statt Kindergarten

Billiger Baugrund, Baby-Betreuung und Bonusheftchen: Im Kampf gegen den Einwohnerschwund werben Kommunen mit medienwirksamen Aktionen um junge Familien. Doch der Konkurrenzkampf untereinander kann kontraproduktiv sein.

Positionen: Stephan Beetz

Ländliche Politik im demografischen Wandel

Der ländliche Raum besitzt siedlungsstrukturelle, wirtschaftliche und kulturelle Merkmale, die den Umgang mit dem demografischen Wandel erschweren. Der Beitrag wendet sich gegen den politischen Rückzug aus besonders gefährdeten, peripheren ländlichen Räumen und zeigt Lösungsansätze in alten und neuen kommunalen Handlungsfeldern auf.
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