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Interviews
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Fünf Fragen an
Wie haben Sie den Herbst 1989 erlebt und was hat sich nach dem Ende der DDR für Sie verändert? Wir haben 17 Menschen fünf gleiche Fragen gestellt. Die Antworten sind eine lebendige Mischung aus persönlichen und familiären Schilderungen, politischen Statements, aber auch Gegenfragen. Es sind Erinnerungen an die Zeit der deutschen Teilung, den Prozess der Wiedervereinigung sowie Wünsche für die Zukunft. |
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 Ein Land. Aber doch sehr unterschiedlich.

Europa sei eine schöne Sache, so Klaus Everhardt. Aber erst einmal hätte Deutschland zu seiner Einheit wiederfinden müssen. Nach wie vor gebe es keine Gleichberechtigung.
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 "Bleib um Himmels willen zu Hause"

Die Nachricht der Maueröffnung löste in Margit Winter* zunächst Panik aus. Sie glaubte, dass es sogar einen Krieg geben könnte. Die Ereignisse am 9. November 1989 veränderten für Heß vor allem den Weitblick, denn zu lange hatte der Mauerzaun nur 500 Meter entfernt von ihrem Haus gestanden. *Name geändert
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 "Wir wollten eine demokratische DDR"

Dass im Kapitalismus nicht jeder auch einen Job bekommt, hätte Peter-Stefan Greiner nicht gedacht. Er verlangt gerade heute wieder mehr soziales Engagement, auch von der Wirtschaft.
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 "Man hat sich über alles gefreut, was neu war"

Tina Hofmann hat die Wiedervereinigung als Kind erlebt. Viel wichtiger als das Politische war für sie, dass sie ihre Großmutter besuchen konnte, die ein halbes Jahr zuvor im Westen geblieben war.
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 "Es war ein heilloses Durcheinander"

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| Beim Mittagessen erfuhr Margot Hattenhauer, dass die Mauer gefallen war - über das Radio. Sie kann sich noch gut an ihre erste Fahrt in den Westen erinnern und an Erdbeeren im November. Heute vermisst sie vor allem den sozialen Zusammenhalt der DDR. |
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 Ende 89 hatte man viel Hoffnung

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| André Schäfers Leben hat sich seit 1989 rasant geändert: Der ehemalige Bausoldat ist mitlerweile im Bildungsbereich tätig. Was er für die Zukunft wünscht, ist: "viel mehr Miteinander." |
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 1989 stand das Land still

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| Holger Uske erinnert sich ungern an das Land, in dem er aufwuchs, seinen Zwang und seiner ideologischen Einsilbigkeit. An Deutschland appelliert er: Gleichgültig, wie man die Einheit im Nachhinein bewertet: "Nun haben wir sie und man sollte sie nutzen." |
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 Das Bewusstsein von Endlichkeit

Das Ende der DDR erfuhr Sebastian Kloppfleisch als einen Moment, in dem alles aus den Fugen zu geraten schien. Die damit verbundene biografische Erfahrung sei die Gewissheit, dass alles enden kann.
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 Gemeinschaftsgefühl als Erinnerung

Für viele brachte das Jahr 1989 auch die Arbeitslosigkeit. Für Renate Waldmann war die Wiedervereinigung deshalb ein erfreuliches und zugleich dramatisches Ereignis.
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 Liebesglück im Westzug

Auf der Fahrt mit dem Westzug traf Frank Ruhnke seine jetzige Ehefrau – ein besonderer Tag für die beiden. Seine wichtigste Erinnerung an die DDR: Die Menschen waren gleich.
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 "Ich war in der DDR eigentlich zufrieden"

Klaus Zeymer findet, dass die Menschen wegen der hohen Arbeitslosigkeit ruhig noch einmal auf die Straße gehen könnten. Harte Auseinandersetzungen wünscht er sich aber nicht.
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 "Diese Art des Preisgebens fand ich nicht gut"

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| Jürgen Ludwig kritisiert, wie die Wiedervereinigung verlaufen ist. Sein Wunsch für die Zukunft: Die unglückselige Diskutiererei von Deutschland-Ost und Deutschland-West solle endlich aufhören. |
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 "Man war neugierig auf das andere System"

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| Für den Journalisten Gerd Schmiedel boten die ersten Jahre nach dem Mauerfall neue Möglichkeiten bei der Themenwahl: Er konnte sich Themen widmen, "die völlig frei waren und zu denen Westkollegen sich höchst selten bewegten". |
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