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Dossier Parteien

Unterorganisationen der CDU

Andrea Schneiker
Die CDU verfügt über zahlreiche Unterorganisationen und parteiinterne Vereinigungen. Dies entspricht ihrem ausdrücklichen Ziel als Volkspartei, möglichst viele gesellschaftliche Gruppen zu repräsentieren.

Bild: Stefan Knauf, commons.wikimedia.org, by GNU Free Documentation License
Die Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin. Bild: Stefan Knauf, commons.wikimedia.org, by GNU Free Documentation License

Die CDU versteht sich als Volkspartei. Dementsprechend existieren innerhalb der Partei eine Reihe von Unterorganisationen, die verschiedene gesellschaftliche Gruppen und deren Interessen repräsentieren. Gemäß dem Parteistatut der CDU (§38) gibt es sieben Vereinigungen, die "das Gedankengut der CDU in ihren Wirkungskreisen" vertreten und verbreiten sowie "die besonderen Anliegen der von ihnen repräsentierten Gruppen in der Politik der CDU" wahren sollen. Zudem gibt es eine Reihe von Sonderorganisationen.

Vereinigungen

Zu den wichtigsten Vereinigungen gehören die Junge Union Deutschlands (JU) und die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA). Die JU ist die gemeinsame Jugendvereinigung der CDU und CSU. Die CDA ist auch unter dem Namen Sozialausschüsse der CDU bekannt und repräsentiert den christlich-sozialen Flügel der Partei.

Weitere Vereinigungen sind die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT), welche die Interessen von Unternehmern, Handwerkern, Selbständigen, Landwirten und leitenden Angestellten vertritt; die Frauen-Union (FU); die Kommunalpolitische Vereinigung der CDU und CSU Deutschlands (KPV), die sich der Belange der ehrenamtlichen Kommunalpolitiker der Union annimmt; die Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung (OMV), die für die Interessen der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler eintritt; sowie die Senioren-Union (SU).

Sonderorganisationen

Die Sonderorganisationen sind zwar nicht direkt in die Partei integriert, sie sind ihr aber eng verbunden. Zu diesen Sonderorganisationen gehören zum Beispiel der Evangelische Arbeitskreis (EAK), der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), die Schüler Union (SU) sowie die Junge CDA.

Des Weiteren haben sich innerhalb der CDU verschiedene Gruppen gebildet, wie das Deutsch-Türkische Forum oder die Gruppe der Lesben und Schwulen in der Union (LSU). Zur Bearbeitung bestimmter Themen verfügt die CDU schließlich über zahlreiche Fachausschüsse, wie den Bundesausschuss für Agrarpolitik oder den Bundeskulturausschuss.

Mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) gibt es zudem eine der Partei nahe stehende politische Stiftung. Sie ist seit 1964 die Nachfolgeorganisation der 1955 gegründeten "Gesellschaft für christlich-demokratische Bildungsarbeit". Nach wie vor ist die Stiftung vor allem in den Bereichen der politischen Bildung und Politikberatung tätig. Das Mitgliedermagazin der CSU "Union" erscheint vierteljährlich.

Literatur

CDU, 2007: Freiheit und Sicherheit. Grundsätze für Deutschland. Das Grundsatzprogramm, Berlin.

CDU 2007: Statutenbroschüre der CDU Deutschlands, Stand: 4.12.2007, Berlin.

CDU, 2009: Christlich Demokratische Union Deutschlands. www.cdu.de (25.08.2009).

Oberreuter, Heinrich/Kranenpohl, Uwe, 2000: Die politischen Parteien in Deutschland. Geschichte, Programmatik, Organisation, Personen, Finanzierung, 26., aktualisierte Auflage, München.

Schmid, Josef, 1990: Die CDU, Organisationsstrukturen, Politiken und Funktionsweisen einer Partei im Föderalismus, Opladen.

Schubert, Klaus/Klein, Martina, 2006: Christlich-Demokratische Union (CDU) in: Das Politiklexikon, Bonn, 66-67.


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28. August 2009


 
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