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Fakten

Da Burundi und Togo im Jahr 2009 die Todesstrafe abgeschafft haben, erhöhte sich die Zahl der Staaten, in denen die Todesstrafe für alle Straftaten abgeschafft ist, auf 95 (48 Prozent). In neun Staaten (5 Prozent) ist die Todesstrafe für gewöhnliche Straftaten abgeschafft, in weiteren 35 (18 Prozent) ist sie in der Praxis abgeschafft. Nicht abgeschafft ist die Todesstrafe in 58 Staaten (29 Prozent).

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wurden im Jahr 2009 weltweit mindestens 714 Menschen hingerichtet. Hinzu kommen die Hinrichtungen in China, wo laut Ausage von AI mehr Menschen hingerichtet werden als in allen anderen Staaten zusammen. Weiter waren Ende 2009 mindestens 17.118 Menschen zum Tode verurteilt. Hinzu kommen auch hier die Staaten, für die offizielle Angaben fehlen (zum Beispiel Ägypten, China, Iran, Malaysia, Sudan, Thailand, Vietnam).

2009 wurden die meisten Menschen in China (mehr als 1.000), Iran (mindestens 388), Irak (mindestens 120), Saudi-Arabien (mindestens 69) und den USA (52) hingerichtet. Weitere Staaten, die im Jahr 2009 die Todesstrafe vollstreckten, sind Jemen (mindestens 30), Sudan (mindestens 9), Vietnam (mindestens 9), Syrien (mindestens 8), Japan (7), Ägypten (mindestens 5), Libyen (mindestens 4), Bangladesch (3) und Thailand (2). Mindestens ein Todesurteil wurde im Jahr 2009 in Malaysia sowie in Nordkorea vollstreckt. Jeweils eine Person wurde in Botswana und Singapur hingerichtet.

Nach Angaben von Amnesty International haben zehn Staaten bis einschließlich 2009 sechs Jahre in Folge Todesurteile vollstreckt: China, Bangladesch, Iran, Japan, Nordkorea, Saudi-Arabien, Singapur, Vietnam, Jemen und die USA.

Datenquelle

Amnesty International (AI): Death sentences and executions 2009, www.amnesty.org

Todesstrafe

Nach Staaten, 2009

für alle Straftaten abgeschafft
Albanien Italien Portugal
Andorra Kambodscha Republik Moldau
Angola Kanada Ruanda
Argentinien Kap Verde Rumänien
Armenien Kirgisistan Salomonen
Aserbaidschan Kiribati Samoa
Australien Kolumbien San Marino
Belgien Kroatien São Tomé und Príncipe
Bhutan Liechtenstein Schweden
Bosnien und Herzegowina Litauen Schweiz
Bulgarien Luxemburg Senegal
Burundi Malta Serbien
Cookinseln Marshallinseln Seychellen
Costa Rica Mauritius Slowakei
Côte d'Ivoire Mexiko Slowenien
Dänemark Mikronesien Spanien
Deutschland Monaco Südafrika
Dominikanische Republik Montenegro Timor-Leste
Dschibuti Mosambik Togo
Ecuador Namibia Tschechische Republik
ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien Nepal Türkei
Estland Neuseeland Turkmenistan
Finnland Nicaragua Tuvalu
Frankreich Niederlande Ukraine
Georgien Niue Ungarn
Griechenland Norwegen Uruguay
Großbritannien Österreich Usbekistan
Guinea-Bissau Palau Vanuatu
Haiti Panama Vatikanstadt
Honduras Paraguay Venezuela
Irland Philippinen Zypern
Island Polen  
 
für gewöhnliche Straftaten abgeschafft
Bolivien Fidschi Peru
Brasilien Israel  
Chile Kasachstan  
El Salvador Lettland  
 
in der Praxis abgeschafft
Algerien Laos Russland
Benin Liberia Sambia
Brunei Darussalam Madagaskar Sri Lanka
Burkina Faso Malawi Südkorea
Eritrea Malediven Suriname
Gabun Mali Swasiland
Gambia Marokko und Westsahara Tadschikistan
Ghana Mauretanien Tansania
Grenada Myanmar Tonga
Kamerun Nauru Tunesien
Kenia Niger Zentralafrikanische Republik
Kongo Papua-Neuguinea  
 
nicht abgeschafft
Afghanistan Irak Saudi-Arabien
Ägypten Iran Sierra Leone
Antigua und Barbuda Jamaica Simbabwe
Äquatorialguinea Japan Singapur
Äthiopien Jemen Somalia
Bahamas Jordanien St. Kitts und Nevis
Bahrain Katar St. Lucia
Bangladesch Komoren St. Vincent und die Grenadinen
Barbados Kuba Sudan
Belarus Kuwait Syrien
Belize Lesotho Taiwan
Botsuana Libanon Thailand
China Libyen Trinidad und Tobago
Demokratische Republik Kongo Malaysia Tschad
Dominica Mongolei Uganda
Guatemala Nigeria USA
Guinea Nordkorea Vereinigte Arabische Emirate
Guyana Oman Vietnam
Indien Pakistan  
Indonesien Palästinensische Autonomiegebiete  

Quelle: Amnesty International





 
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